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Δευτέρα 31 Μαρτίου 2025

HERAION OF SAMOS

 ΗΡΑΙΟΝ ΤΗΣ ΣΑΜΟΥ

Kouka 1996

Die großflächig ausgegrabenen Siedlungen der Frühen Bronzezeit auf den nordostägäishen Inseln wurden in der vorliegenden Arbeit im Rahmen der eingangs beschriebenen Zielsetzung (Kap. I.1., I.2.) und Methode (Kap. II.) untersucht. Dabei konnte die Entwicklung von wirtschaftlichen, politischen und sozialen Strukturen in den einzelnen Siedlungen, die Dynamik der insularen Gesellschaften im Vergleich mit den festländischen sowie die Austauschmechanismen zwischen den nordost- und den mittel- sowie

südägäischen Siedlungen während der Frühen Bronzezeit aufgezeigt werden (Kap. III.4., IV.4., V.4., VI.4.). Ferner wurde sowohl einleitend (Kap. I.2.) als auch bei der Vorstellung der genannten Siedlungenauf die kulturellen Merkmale Troias und der unlängst in der Nord- und Ostägäis ausgegrabenenSiedlungen eingegangen, die zu einer Revision des Charakters, der geographischen Verbreitung und folglich auch der Definition des früher als „Trojanisch“ bezeichneten Kulturkreises führten (Karte 1, Tab.1).

In dieser Studie wurde eigangs die prähistorische Besiedlung auf den Inseln Lemnos, Lesbos, Chios und Samos untersucht. Es handelt sich in allen Fällen um mittelgroße Inseln, die nahe zum benachbarten kleinasiatischen Festland, jedoch nicht in direkter Nähe zueinander liegen (Karte 1). Ihre Besiedlung erfolgte mindestens im FN, besonders aber im SN. Um das Siedlungsmuster auf den einzelnen Inseln zu verfolgen, wurden in den jeweiligen Kapiteln die naturräumlichen Voraussetzungen vorangestellt:

Geomorphologie, Geologie, Klima, Bodenqualität und Vegetation. Damit ließen sich die Wirtschaftsformen erkennen und das prähistorische Siedlungsmuster auf der jeweiligen Insel unter Zuhilfenahme der bislang vorliegenden Siedlungsdaten sowie der demographischen Daten historischer Zeit rekonstruieren. Somit wurde der Rahmen für das Verständnis der Entwicklung der zu untersuchenden FBSiedlungen gesetzt (Kap. III.1., IV.1., V.1., VI.1.).

Die umfassende Untersuchung der Siedlungen von Poliochni, Thermi, Emporio und Heraion wurde unter folgenden Aspekten vorgenommen: Organisation des Siedlungsplatzes, Bau-, Fund- und Funktionsanalyse (Kap. II.4.).

Poliochni und Emporio wurden bereits im NL/CH, Thermi und Heraion erst am Anfang der FB besiedelt. Die Architekturschichten von Poliochni umfassen den größten Abschnitt der FB; Thermi war nur in der ersten Hälfte des 3. Jts. v.Chr. besiedelt, während in Emporio und Heraion die ganze FB erfaßt wurde. Poliochni giallo wurde durch Erdbeben zerstört und aufgegeben, Thermi wurde früher als Poliochni während der Phase V verlassen. Beide Orte wurden erst in der MB wieder besiedelt (Tab. 1).

In allen Siedlungen ließ sich vom frühesten Abschnitt der FB das Vorhandensein einer politischen Führung feststellen. Dies wurde an der Errichtung von Gemeinschaftswerken wie Umfassungsbzw.

Befestigungsmauer, Bauten mit spezieller Funktion, Versorgungswerken (Bewässerungs- und Wasserentsorgungssysteme) und an Änderungen der Bauschemata deutlich.

Alle Siedlungen wurden mit einer Mauer umgeben, die zum Schutz vor Überschwemmungen (Poliochni, Heraion) und äußeren Gefahren dienen sollte. Poliochni wurde bereits in der Phase Azzurro befestigt, Thermi erst in Phase IIIA bzw. IV, Emporio in Phase III und Heraion in der Zeitstufe „früher als Heraion I“. Den fortifikatorischen Charakter dieser Bauwerke beweisen die mächtigen Toranalagen (Poliochni, Thermi IVB-V, Heraion) sowie die Vormauern und Kasematten, die als Wachposten dienten (Thermi V). Intensive Erweiterungs- bzw. Umbauarbeiten wurden an den Befestigungsmauern von Poliochni verde, Thermi IVB und Emporio III, die zeitgleich mit Troia I-spät und Liman Tepe FB II waren, vorgenommen1. In dieser Zeit hatten die genannten Siedlungen einen außerordentlichen

wirtschaftlichen Wohlstand erreicht, der sie zu Konkurrenten in der Region machte. Ähnliche Befestigungsmaßnahmen zeigen seit Beginn des 3. Jts. v.Chr. die Siedlungen von Skala Sotiros und Limenaria auf Thasos, Palamari auf Skyros, Mikro Vouni auf Samothrake, Yenibademli Höyük auf Imbros und Myrina auf Lemnos2. Mächtige Befestigungsanlagen besitzen zudem bereits am Anfang der FB Troia, Bakla Tepe, Kale Tepe und Liman Tepe3, die auf das wirtschaftliche Wachstum von Siedlungen der maritimen Zone Kleinasiens hindeuten. Unter ihnen ist Liman Tepe besonders hervorzuheben: Die Befestigung mit riesigen hufeisenförmigen Bastionen umschloß die sogenannte „Unterstadt“ und den Hafen4.

Bei den Bauten mit spezieller Funktion handelt es sich um den frühesten in der Ägäis belegten Kommunalbau 14 („Bouleuterion“), der in allen FB-Phasen Poliochnis benutzt wurde, und um den Gemeinschaftsspeicher 28, der in den Phasen azzurro und verde in Betrieb war (Plan 4). Dem Bau 31, der [XIII..]

in Phase azzurro westlich vom Gemeinschaftsspeicher lag, darf eine ähnliche Funktion zugeschrieben werden (Kap. III.3.2.1.). Ein kommunaler Speicher konnte ebenso in Heraion I identifiziert werden (Kap.

VI.3.2.). Der in Liman Tepe (FB II) entdeckte korridorartige Bau soll anhand seiner Lage, dem Bautupus und der Konstruktionsart sowie seinem Fundkontext auch als Gemeinschaftsbau interpretiert werden5.

Als Bauten mit einer politisch-wirtschaftlichen Bedeutung werden jene bezeichnet, die sich durch ihre Lage im Siedlungsplan, ihre Bauweise und die Nutzungsdauer über alle Phasen auszeichnen, wie der Bau 317 von Poliochni azzurro-giallo, die Insula VIII von Poliochni giallo (Plan 10), das Gebäude A1-A2 in Thermi I-IIIB, der Bau Æ in Thremi V und der „Zyklopische Bau“ von Heraion III (Plan 13, 32, 51).

Dieser Kategorie soll auch das in der befestigten Burg von Troia II errichtete Megaron IIA zugeschrieben werden (Plan 56b-c).

Zu den Versorgungsanlagen gehören die in Thermi I, Poliochni azzurro-giallo und Emporio V-I untersuchten Brunnen, um die herum steingepflasterte Plätze angelegt wurden. Ferner war in Poliochni rosso und vor allem in Poliochni giallo durch die steinverkleideten und -bedeckten Kanäle ein fortschrittliches Abwasserleitungssystem zu erkennen, das den frühesten Beleg für Kanalisationen in der Ägäis darstellt6. Derartige Installationen wurden zudem in Palamari auf Skyros entdeckt7.

Im Hinblick auf die Siedlungsplanung bzw. auf die Siedlungsschemata belegt Poliochni azzurrogiallo eine Bauanordnung in ungleich große Insulae und stellt das früheste Beispiel des „linearen Bauschemas“ in der vorgeschichtlichen Ägäis dar (Kap. III.3.3., Plan 7, 9). In Thermi I-IIIB wird das „radiale“ Bauprinzip erkannt (Plan 15)8, das in Thermi IVA/IVB durch das „orthogonale/rektanguläre“ (Plan 27)9 und in Thermi V durch das „lineare Bauschema“ (Plan 30)10 ersetzt wurde. Thermi IVA/B bildet den frühesten Beleg der Bebauung in gleichgroßen Bauinsulae in der Ägäis überhaupt. Die beiden Einschnitte in der Architekturgeschichte Thermis wurden mit dem ständigen Bevölkerungszuwachs verknüpft und erklärt, dem Bauschemata mit Erweiterungsmöglichkeiten in allen Himmelsrichtungen am

besten entgegen kamen (Kap. IV.4.). Eine dem radialen Bauprinzip ähnliche Anordnung freistehender Bauten und Baublöcke wurde in Heraion III-IV nachgewiesen (Kap. VI.4., Plan 50, 52). Das Bauschema von Emporio weist schließlich eine Bauanordnung in Wohnblöcken auf, deren genaue Form beim

gegenwärtigen Forschungsstand nicht rekonstruiert werden kann (Kap. V.4., Plan 37). Radiale Bauschemata weisen Beåik Tepe, Troia I-IIf (Plan 56a-b), Bakla Tepe und Asomatos auf Rhodos auf, während eine Bauordnung in ungleich großen Insulae in Troia IIg (Plan 56c), Liman Tepe und Palamari zu beobachten ist11.

Die Daten zu Bestattungssitten beschränken sich in den untersuchten Siedlungen auf vereinzelte intramurale Bestattungen, darunter wenige in Gefäßen bzw. in Pithoi12 und zwei in direkter Siedlungsnähe angelegte Gräber (Heraion IV, Emporio II)13. Sie stellen in ihrer Mehrheit Kinderbestattungen dar. Aufgrund des Fehlens regulärer Bestattungen von Erwachsenen in der Nordägäis ist von extramuralen Bestattungen auszugehen. Extramurale Nekropolen der FB II sind bislang aus dem westlichen bzw. südlichen Kleinasien (Ilžpžnar-Hacilartepe, Yortan, Babaköy, Bakla Tepe, Harmanören, Demircihüyük-Saržket, Küçükhöyük, Kusura, Iasos und Karataå-Semayük) und seit neuestem aus Westmakedonien (Kitrini Limni) und der Chalkidike (Ajios Mamas) bekannt. Da intramurale

Pithosbestattungen in Troia Ib, Emporio II und Heraion IV belegt und extramurale Nekropolen aus den benachbaren Küstenregionen von Kleinasien und Makedonien bekannt sind, sollte auch auf den nordägäischen Siedlungen mit Pithos-Nekropolen zu rechnen sein14.

Die Auswertung der vorgelegten Fundgattungen aller Siedlungen hat ergeben, daß die Ökonomie der insularen Siedlungen auf drei Bereichen ruhte: der Landwirtschaft, dem Handwerk und dem Handel. Weitere nachgewiesene Wirtschaftstätigkeiten waren Jagd, Fischerei, Fell- und Holzbearbeitung, Schiffsbau, Flechterei und Textilverarbeitung. Textilproduktion wurden in Poliochni während aller Bauphasen in allen Haushalten intensiv betrieben und schlossen zudem den Vorgang des Färbens ein; ihre Produkte stellten Handelsgegenstände dar (Kap. III.3.2.3.). Die Herstellung von großen Vorratsgefäßen [XIV..]

(Thermi I, Poliochni), Knochen-, Stein- und Silexgeräten sowie die Metallurgie stellten weitere spezialisierte Tätigkeiten dar. Innerhalb der Siedlungen konnten folgende Werkstätten nachgewiesen werden15:

Werkstätte zur Herstellung von Knochengeräten: Poliochni azzurro, Insula I-II (Plan 4).

Werkstätte zur Herstellung von Steingeräten: Schaftlochäxte wurden in den Insulae XVII-XVIII und Rillenschläger in den Räumen 1111-1112 von Poliochni verde hergestellt (Plan 6). Schaftlochäxte und Silexartefakte wurden im Raum 816c von Poliochni rosso erzeugt (Plan 8). Die Herstellung von Silexgeräten wurde ferner nordwestlich der Insula VI von Poliochni giallo (Plan 10) sowie in Emporio II bestätigt (Plan 42).

Metallwerkstätte: In Poliochni azzurro in der Insula I-II und südöstlich des Abschnitts 12 der Befestigungsmauer, im Raum 1119 der Phase verde und in den Räumen 424, 502-504, 609 und dem Bau IA der Phase giallo (Plan 4, 6, 8, 10). In den Bauten 605 und 832 wurden schließlich von Poliochni Azzurro bis giallo metallurgische Arbeiten ausgeführt. In Thermi I-IVB konnte im Areal E ein „Metallhandwerkerviertel“ festgestellt werden (Plan 14, 23, 26), was zusammen mit den Beispielen aus Poliochni (Bau 605 und 832, Plan 6, 8, 10) einen Beweis für die erbliche Weitergabe von „Beruf“, Land und Status liefert16. Metallherstellung wurde ferner in Thermi II im Areal Ã1, in Thermi IIA in K, in Thermi IVA in P4 und in den Arealen Z und Ð von Thermi V und nicht zuletzt im Haus VII von Emporio IV nachgewiesen17. Daraus ergibt sich, daß die Metallherstellung zumindest in Poliochni von mehreren Handwerkern durchgeführt wurde und kein Monopol darstellte. In Poliochni giallo konnte eine weitere Spezialisierung auf die Herstellung von Schmucknadeln und Werkzeug erkannt werden.

Eine seit Beginn des 3. Jts. v.Chr. nachgewiesene lokale Herstellung von Metallartefakten18 wird auf den nordostägäischen Inseln durch die für das Zerkleinern (Steinhämmer) und Schmelzen (Tondüsen, Gußtiegel und -löffel) des Metalls sowie für das Formen von Geräten (Gußformen) erforderliche

Gerätschaft und von den Schmelzprodukten (Schlacken) nachgewiesen, die in Poliochni azzurro, Thermi I und Emporio V entdeckt wurden19. Weitere Indizien dafür werden von entsprechenden Funden aus den zeitgleichnen Inselsiedlungen in Yenibademli Höyük und in Myrina geliefert20. Die Metallartefakte und die für ihre Herstellung notwendige Gerätschaft aus Troia I, Beåik Tepe, Bakla Tepe und Liman Tepe21 weisen ferner auf ein gleichartiges und paralleles Wachstum der Metallurgie auf der westkleinasiatischen Küste während der FB I hin. Anhand der chemischen Analysen von Metallgeräten läßt sich eine ständige Zunahme an Zinnbronzen von Poliochni azzurro bis giallo und Thermi I-V in der Metallproduktion

feststellen22. Bei eingehender Betrachtung der Ergebnisse der chemischen Analysen der untersuchten Artefakte23 stellt man ferner fest, daß Zinnlegierungen bei der Herstellung von Werkzeug und Waffen bevorzugt wurden, Kupfer- und Arsenlegierungen dagegen für die Herstellung von Schmuck verwendet wurden.

Zur Entwicklung der Zinnbronzemetallurgie in der Nordägäis während der FB II und den herausragenden Beitrag Poliochnis in der Bronzemetallurgie der restlichen Ägäis24 muß aufgrund der Bleiisotopenanalysen der Bronzefunde Poliochnis, Thermis sowie Troias betont werden, daß das Blei, das sie enthalten, aus geologisch viel älteren Quellen als den bekannten Lagerstätten der Ägäis und Kleinasiens stammt, die in der Zeit von Troia II ausgebeutet wurden25. Diese Quellen sollen in Mittelasien lokalisiert

werden, was sich durch jüngste Untersuchungen in Tadschikistan (Muschiston) und Usbekistan (Karnab) nachgeweisen läßt26. Die aufgeführten Fakten führen zu einer Revision der bislang postulierten These einer lokalen Entwicklung der Zinnbronzemetallurgie in der Nordägäis sowie der kontroversen Diskussionen [XV..]

über die Herkunft des in der FB-Ägäis benutzten Zinns27. Es läßt sich die Suche nach neuen Metallquellen und eine daraus folgende Erweiterung des nordägäischen Handelsnetzes nach Osten erkennen. Hierzu soll die Rolle der bislang bekannten mächtigen Hafenstädte Westkleinasiens von Troia und Liman Tepe28 als wichtige Stationen bzw. Bindeglieder im Handelsnetz zwischen Anatolien und der Ägäis betont werden.

Der Erwerb und die Anwendung von fertiger Zinnbronzelegierung für die Herstellung von widerstandsfähigem Werkzeug auf der Insel stellt jedoch die technologischen Kenntnisse der Metallhandwerker von Thermi und Poliochni nicht in Frage. Es scheinen eben jene Inselhandwerker gewesen zu sein, die solche Legierungen im Rahmen von Handelsbeziehungen in die Zentral- und Südägäis exportierten. Ein Indiz dafür stellt die vergleichende Studie der Daten der chemischen, der Spurenelementeund

der Bleiisotopen-Analyse von Artefakten aus Troia, Poliochni giallo und Kastri auf Syros dar, die eine chemische und isotopische Verwandschaft belegen29. Dies ist ein zusätzlicher Beweis für die intensive Handelsbeziehungen zwischen der Nordägäis bzw. Westanatoliens mit den Kykladen und der Südägäis, die während der sogenannten Lefkandi I-Kastri-Phase (Tab. 1) neben der Anlieferung neuer Metallegierungen neue Trink- und Eßsitten umfaßte30. Die Kontakte der genannten Regionen begannen jedoch bereits am Anfang des 3. Jts. v.Chr. und beabsichtigten den Erwerb von Rohstoffen, insbesondere von Metallen wie Kupfer, Arsen, Silber und Blei aus Nordwestanatolien (Troas), der Chalkidike, Thasos und von den Kykladen (Kythnos, Siphnos)31.

Die Metallhandwerker von Thermi, Poliochni, Emporio und Heraion hatten sich selbst um den Erwerb der wertvollen Metalle bzw. um der Zinnlegierungen zu kümmern und daher auch die Handelsbeziehungen zum Teil übernommen. Zu diesem Schluß führte die für die genannten Siedlungen

unternommene Fund- und Funktionsanalyse. Gerade in den Siedlungsarealen, wo metallurgische Tätigkeiten nachgewiesen worden waren, wurden Siegel sowie die meisten Repräsentations- bzw.

Prestigeobjekte gefunden, vorwiegend Schmuck aus Metall (Bronzenadeln, Blei-, Zinn-Armring) und Knochen, Dolche, Marmoridole und -schalen von den Kykladen und importierte Keramik32. Dies bedeutet, daß die Metallhandwerkerfamilien, die zum Teil auch Handel trieben, über besonderen Wohlstand verfügten und einen Status hatten, der sich von dem anderer Bewohner unterschied. Hier ist neben der oben angesprochenen politischen Macht eine weitere Differenzierung in den nordägäischen Gesellschaften zu erkennen, nämlich die der reichen Familien der Metallhandwerker und Händler.

Der Wohlstand, den insbesondere Poliochni und Thermi um die Mitte des 3. Jts. v.Chr.

erreichten, ließ das Horten von Bronzegeräten zu. Dies zeigen die Armringe aus Blei und Zinn von Thermi IVA sowie die Hortfunde aus dem „Potter’s pool“ von Thermi IVB und dem Raum 829 von Poliochni rosso33. Bei diesen Hortfunden sowie bei den Schatzfunden Troias34 ist ein häufiges Vorkommen von Zinnbronzen festzustellen, was die Wertschätzung des Zinns beweist, die nicht nur auf die funktionale Bedeutung dieses Rohstoffes, sondern gerade auf das Wissen um seine Herkunft aus weit entfernt liegenden Gegenden zurückgeht.

Poliochni scheint eine Sonderstellung im wirtschaftlichen Gefüge der Nordägäis eingenommen zu haben. Der hier stark entwickelte primäre Wirtschaftsfaktor konnte seit Anfang der FB intensive Handelsbeziehungen zu Nordwestkleinasien, den ägäischen Inseln und zum griechischen Festland leisten, die in der Phase verde vorbereitet wurden, sich in der Phase rosso weiterentwickelten und ihren Höhepunkt in der Phase giallo erreichten (Bronzen, Keramik). Gegenstand dieser Beziehungen war vorwiegend der Export lokaler Produkte (z.B. Textilien) und der Erwerb von Rohmaterialien wie Obsidian, Metallen und Farbstoffen wie Malachit, Azurit und Luxusobjekten. In seiner letzten Siedlungsphase scheint Poliochni die führende Rolle im Handel zwischen Nordwestkleinasien und Lemnos einerseits und zwischen der nördlichen und südlichen Ägäis andererseits übernommen zu haben. Die Annahme ist nicht übertrieben,

daß Poliochni wegen seiner geographischen Lage eine stärkere Handelsmacht war als Troia, das seine lokale Bedeutung in der Troas vor allem aus dem umliegenden Land bezog. In dieser mächtigen Inselgesellschaft von Poliochni konnte eine soziale Differenzierung erkannt werden, die eine politische Führung, eine vermögende Elite von Metallhandwerkern-Kaufleuten („Goldschatzfund“ von Raum 643) und viele gleichwertige wohlhabende Handwerkerfamilien umfaßte (Kap. III.3.5.4.). [XVI…]

Troia scheint dagegen, wie die nachgewiesene Vielfalt an Rohstoffen und Fundgattungen in den Schichten Troia II zeigt, das reiche Hinterland mit dem Vorkommen von Silex, Kupfer, Edelmetalle und Halbedelsteinen ausgenutzt zu haben. Nach Troia und der Westküste Kleinasiens führten

festländische Handelswege aus dem östlichen und südlichen Kleinasien, die nicht nur Rohstoffe, sondern auch neue Techniken (Töpferscheibe in Troia IIb), Meßsysteme (Hämatitgewichte), Ideen (Gefäßformen) und Handwerker (Goldschmiede) brachten. Der Erwerb von Gütern und Ideen ergab jedoch keinen bedeutenden Anstoß für die lokale materielle Kultur, was sowohl in der Architektur bzw. Der Bautechnologie (Kap. III.3.5.3.2., Plan 56) als auch am Konservatismus in der Keramiktechnologie festzustellen ist. Demgegenüber zeigt Poliochni eine Flexibilität in der Übernahme und der progressive Adaption kultureller Züge der Ägäis und Kleinasiens, die sich sowohl in der Architektur als auch in vielen Fundgattungen (z.B. qualitätsvolle Keramik) verfolgen läßt. Es kann daher als bedeutende Seehandelsstation von fast städtischem Charakter bezeichnet werden (Kap. III.3.5.4.).

Die Organisation der untersuchten Siedlungen weist alle Charakteristika eines frühurbanen Zentrums auf. Die Verteilung des Reichtums zeugt von Gesellschaften mit hoch entwickelten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, die das Niveau eines Dorfes überwunden und sich zu

konkurrenzfähigen Siedlungen in der Nordägäis gewandelt haben. Das Verlassen der Siedlung von Thermi V ist ein Beweis für diese Konkurrenz. Die Existenz einer politischen Macht und der Wohlstand, den Thermi in Phase V erreicht hatte, wurde für die Siedlung zunehmend zu einer Gefahr, die vom Land und vom Meer her drohte. Die zunehmende Bedrohung Thermis durch ebenso wohlhabende oder stärkere Gemeinschaften, die sich auf den Inseln (z.B. Poliochni) oder auf dem kleinasiatischen Festland (Troia,

Bakla Tepe, Liman Tepe) entwickelten, führte zur Umsiedlung der recht großen Bevölkerung von Thermi V ins Inselinnere.

Die vergleichende Untersuchung der Inselsiedlungen von Poliochni, Thermi, Emporio und Heraion sowie Troias und der begrenzt erforschten Siedlungen wie Kumtepe, Beåik-Yassž-Tepe, Larisa am Hermos, Bayraklž/Smyrna, Bakla Tepe, Kale Tepe, Liman Tepe/Klazomenai an der Westküste Kleinasiens, Protesilaos auf der Kallipolis-Halbinsel, Myrina und Koukonisi auf Lemnos, Methymna und Kourtir auf Lesbos, Yenibademli Höyük auf Imbros, Tenedos-Nekropole auf Tenedos, Mikro Vouni auf Samothrake, Skala Sotiros und Limenaria auf Thasos, Palamari auf Skyros und Asomatos auf Rhodos

(Kap. I.2.) hat im 3. Jt. v.Chr. gemeinsame Kulturelemente aufgezeigt, die in einem breiten geographischen Raum verfolgt werden können. Dieser Raum überschreitet die Troas und die nahe der kleinasiatischen Küste liegenden Inseln Lemnos, Lesbos, Chios und Samos und weitet sich weiter nach Norden (Thasos, Samothrake, Imbros, Tenedos), Westen (Skyros) und Süden (Izmir Region, Rhodos, Iasos) aus (Karte 1, 2). Die gemeinsamen Kulturelemente sind sichtbar am Siedlungsmuster, an der Siedlungsplanung und den Bauformen, an der Existenz von Befestigungsanlagen und Kommunalbauten, an den Bestattungssitten, an den Wirtschaftsfaktoren -vorwiegend der Metallurgie und dem Handel- sowie an den Sozialstrukturen.

Bereits zu Beginn des 3. Jts. v.Chr. existieren auf den Inseln eine (Mikro Vouni, Yenibademli Höyük) oder mehrere Siedlungen (z.B. Skala Sotiros und Limenaria auf Thasos, Myrina und Poliochni auf Lemnos, Thermi und Kourtir auf Lesbos), die soweit ausgegraben, einen entwickelten Siedlungsplan

aufweisen, Umfassungsmauer und Kommunalbauten besitzen, und durch ihre Funde locale Metallverarbeitung und Handelstätigkeiten belegen (s.o.). Das für die kleinasiatische Küstenzone rekonstruierbare Siedlungsbild der FB I läßt gemäß dem gegenwärtigen Forschungsstand gleich große Siedlungen in der Troas (Beåik-Yassž-Tepe, Troia I früh-mittel) und mehrere kleine Siedlungen im Bereich von Izmir35 annehmen (Karte 1); unter den letzteren unterscheiden sich Bakla Tepe und Liman Tepe durch ihre Bauplanung bzw. durch ihr Befestigungsystem36.

Zu Beginn der FB II wird ein zunehmendes Wachstum der Inselsiedlungen beobachtet, das sich in der Architektur und der Wirtschaft widerspiegelt (Tab. 1, Karte 1). Die Bevölkerungszunahme führte zur Erweiterung (Poliochni verde, Myrina) oder sogar zur Neuplanung der Siedlungen (Thermi IVA-IVB).

Die Entwicklung der Metalltechnologie und der intensive Handel begünstigten die wirtschaftliche Entwicklung jener Siedlungen, deren Bedeutung in der Region an der Erweiterung und/oder Verstärkung der Befestigungsanlagen (Poliochni verde, Thermi IVA-IVB, Palamari I, Skala Sotiros A) sowie an plötzlichen Zerstörungen (Emporio IV) sichtbar ist. Gleiche Charakteristika werden auch in Troia I-spät, Liman Tepe und Bakla Tepe beobachtet. Die zuletzt genannten Siedlungen entwickelten sich in der FB II zu befestigten, dicht bebauten regionalen Zentren, wie Troia in der Troas sowie Liman Tepe37 und Bakla Tepe bei Izmir; manche kleine befestigte Siedlungen wie Kale Tepe blieben jedoch wegen ihrer hohen Lage

als Kontrollstellen von Bedeutung38. An diesen Merkmalen erkennt man eine kulturelle „Koine“ in der [XVII..] 

Region. Die an allen nord- und ostägäischen Plätzen entdeckten Importfunde39 -vor allem von den Kykladen- weisen ferner auf die wichtige Rolle hin, die diese Region im ägäischen Handelsnetz um die Mitte des 3. Jts. v.Chr. spielte, und auf ihren Beitrag zur Entstehung eines „international spirit“40 nach Renfrew.

In der fortgeschrittenen FB II, die Poliochni rosso, Thermi V, Emporio III-II, Heraion I, Troia II-früh und Liman Tepe (FB II) umfaßt (Tab.1), wird der Höhepunkt dieser kulturellen „Koine“ erreicht, die jedoch durch eine Zunahme der wirtschaftlichen Konkurrenz jener Siedlungen gekennzeichnet wird.

Erneute Siedlungserweiterungen (Poliochni rosso, Myrina), neue Siedlungsschemata (Troia II-früh, Thermi V), Verstärkung von Befestigungsmauern mit Bastionen (Liman Tepe, Palamari II, Skala Sotiros B) und geschützten Toranlagen (Poliochni rosso, Thermi V, Heraion I), Wachstum der Zinnbronzemetallurgie, Zunahme von Importen sowie Anhäufung von Prestigeobjekten (Poliochni rosso, Thermi IVB) spiegeln den Wohlstand und die damit zusammenhängenden Veränderungen von Sozialstrukturen wider. Zugleich erklären sie zum einen die zunehmende Zahl von Küstensiedlungen auf Lemnos, der für den Seehandel der Nordägäis bedeutendsten Insel (Karte 6). Zum anderen liegt in ihnen die Ursache für das Aufgeben einer so wohlhabenden Siedlung wie Thermi V, die die zunehmende Konkurrenz in der Region nicht überstehen konnte.

Die Konkurrenz konnten in der späten FB II, die zeitgleich mit Poliochni giallo und Troia II mittel-spät ist, auch weitere wohlhabende Siedlungen wie z.B. Emporio I nicht überstehen. Dies sollte mit dem übermäßigen Wachstum der Hafenstadt von Liman Tepe sowie durch die Existenz weiterer wichtiger Siedlungen in der Izmir-Region (Bakla Tepe) zu erklären sein. Die genannten Siedlungen, vor allem Liman Tepe, nahmen eine äußerst wichtige Rolle im Handelsnetz zwischen der Westküste Kleinasiens bzw.

Anatoliens und der Ägäis ein, was durch Importe von den Kykladen und vom griechischen Festland bestätigt wird (Silbernadel und Kykladenpfanne in Bakla Tepe, Saucieren in Liman Tepe)41. Im Gegensatz zu Lesbos und Chios, die in diesem Zeitabschnitt ihre frühere Bedeutung verloren zu haben scheinen42, zeigen Lemnos mit Poliochni giallo und Koukonisi, Thasos mit Skala Sotiros B, Skyros mit Palamari II/III und Samos mit Heraion III-IV (Karte 1) ein ununterbrochenes und wohl zunehmendes Wachstum auf, das im intensiven Seehandel begründet ist. Es handelt sich um die sogenannte Lefkandi I-Kastri-Phase43, die sich durch die Präsenz importierter Metallegierungen (s.o. Kastri auf Syros) und westanatolischer Keramik (Schnabelkannen mit schräger oder abgeschnittener Mündung, ein-/zweihenklige Trichterhalsbecher, Glockentassen, Depata amphikypella, flache Teller)44 auf den Kykladen und an der Ostküste des griechischen Festlands auszeichnet (z.B. Pevkakia45). Das Vorhandensein der eben erwähnten Funde in kykladischen Siedlungen46, und deren in dieser Phase erbauten Befestigungen47 (Kastri auf Syros, Kynthosauf Delos, Panormos auf Naxos)48, die Ähnlichkeiten mit den nordägäischen Befestigungen haben (z.B. in Palamari, Skala Sotiros), führten zur Annahme einer Kolonisierung der Kykladen durch eine nordägäische Bevölkerung49. Die Anzahl der genannten Keramikformen innerhalb der bislang bekannten Fundkontexte ist, jedenfalls nach dem derzeit publizierten Material zu urteilen, recht gering50; dies deutet auf ihre Nutzung als Prestigeobjekte hin, seien sie importiert oder lokal hergestellt51. Die Verbreitung der [XVIII..]

westanatolischen Keramik auf den Kykladen52 und dem östlichen griechischen Festland sowie die vorhandenen Variationen53 der oben genannten Gefäßformen sprechen außerdem für zwei Herkunfts- bzw.

Einflußbereiche: die Nordostägäis und die Südägäis bzw. das südwestliche Kleinasien. Die nördliche Route dürfte von Poliochni über Skyros nach Thessalien, Euböa und nach den Nordkykladen, die südliche von der Izmir-Region bzw. von Kilikien über Chios, Samos, Kos und Rhodos zu den Südkykladen geführt haben. Demnach sollten in den vorhandenen westanatolischen Elementen auf den Kykladen eher „ ... das letzte Aufflackern des ´international spirit` der Stufe FK II als eine Invasion fremder Bevölkerungselemente ...“ gesehen werden54.

In der ausgehenden FB, nämlich in der FB III, setzten bedeutende Siedlungen der untersuchten Regionen wie Troia III-IV, Liman Tepe, Bakla Tepe (FB III), Koukonisi, Palamari III, Heraion IV, ihr Leben fort bis in die MB hinein, während andere, wie Poliochni, wegen Naturkatastrophen aufgegeben wurden. Am Beispiel von Poliochni und Koukonisi wurde die Konkurrenz zwischen zwei Siedlungen auf der gleichen Insel sichtbar, die nur die eine Siedlung überstand (Karte 6). Nach der Zerstörung von Poliochni giallo durch starke Erdbeben wurde die Siedlung über einen Zeitabschnitt, der in der Nordägäis den Schichten Troia III-IV entspricht, verlassen, und erst in der Phase bruno in äußerst begrenztem Umfang erneut besiedelt (Tab. 1). In Koukonisi jedoch werden beide genannten Phasen durch zwei Bauphasen und zahlreiche intakte Funde repräsentiert, die direkt auf Bauten liegen, die zeitgleich mit Poliochni giallo sind. Derzeit stellen sie den reichsten Befund des fortgeschrittenen 3. Jts. auf Lemnos dar55.

Koukonisi zeigt, daß Lemnos trotz der Zerstörung der wohlhabenden Siedlung von Poliochni seine wirtschaftliche Bedeutung in der Nordägäis beibehielt und weiterhin eine wichtige Rolle in den Handelsbeziehungen zwischen der Nord- und der Südägäis spielte. Die Funde von Mikro Vouni auf Samothrake beweisen darüber hinaus durch die Anzahl der minoischen Siegel bzw. Siegelabdrücke56, daß gerade zu dieser Zeit die nordägäischen Inseln äußerst bedeutend waren, da sie an wichtigen Handelswegen lagen, die den SO-Balkan, die Schwarzmeerregion und das nordwestliche Kleinasien mit der Südägäis einschließlich Kreta verbanden (Kap. III.4.).

Die vergleichende Studie alter und neuer archäologischer Daten aus Siedlungen auf Inseln der Nord- und Ostägäis und im westlichen Kleinasien führte zur Festlegung gemeinsamer kultureller Charakteristika sowie zur Beschreibung ihrer unterschiedlichen Ausprägungen während der einzelnen

Phasen der lang andauernden Frühen Bronzezeit. Der Raum, in dem die oben angeführten Kulturelemente erscheinen, überschreitet die Troas und die Inseln Lemnos, Lesbos, Chios und Samos und weitet sich weiter nach Norden (Thasos, Samothrake, Imbros, Tenedos), Westen (Skyros) und Süden (Izmir Region, Rhodos, Karien) aus. Folglich wird für die Beschreibung dieses dynamischen und eigenartigen Bestandteiles der ägäischen Frühen Bronzezeit an Stelle des alten Terminus „Trojanische Kultur“ der Begriff „Kulturkreis der Nord- und Ostägäis“ bevorzugt, der sowohl die insularen als auch die maritimen Siedlungen des kleinasiatischen Festlandes beinhaltet57. Der kürzlich vorgeschlagene Terminus „Maritime Troia-Kultur“ beschreibt die „regionalbezogene Kulturepoche“ von Troia I-III58, die nach den neuen Erkenntnissen in Troia von einer Kontinuität der Kulturerscheinungen geprägt ist. Einer Erweiterung des Kulturkreises nach Osten widersprechen zudem neuere Keramikstudien, in denen der unterschiedliche Charakter von Gefäßformen aus der Küstenregion und aus dem kontinentalen Westen Kleinasiens [..XIX]

hervorgehoben wurde59. Der alte Begriff „Trojanische Kultur“ kann schließlich ohne weiteres beibehalten werden, um die Siedlungsphasen von Troia II zu bezeichnen, die durch ihre Architektur und die zahlreichen „Schätze“ von Troia IIg zweifelsohne ein lokales soziopolitisches Phänomen darstellen und das nach Osten hin in Anatolien über kein Hinterland verfügt60 (Kap. I.2.).

IN ENGLISH

The extensively excavated EBA settlements on the northeastern Aegean islands were examined in this study within the framework of the objectives (Chapters I.1., I.2.) and methods (Chapter II.) described above. The study revealed the development of economic, political, and social structures in the individual settlements, the dynamics of island societies in comparison with those on the mainland, and the exchange mechanisms between the northeastern, central, and southern Aegean settlements during the Early Bronze Age (Chapters III.4., IV.4., V.4., VI.4.). Furthermore, both in the introduction (Chapter I.2.) and in the presentation of the aforementioned settlements, the cultural characteristics of Troy and the settlements recently excavated in the North and East Aegean were discussed, leading to a revision of the character, geographical distribution, and consequently also the definition of the cultural area formerly referred to as "Trojan" (Map 1, Table 1).

This study initially examined the prehistoric settlements on the islands of Lemnos, Lesbos, Chios, and Samos. These are all medium-sized islands located close to the neighboring mainland of Asia Minor, but not in direct proximity to each other (Map 1). Their settlement occurred at least in the frontiers of the Aegean Sea, but especially in the north-eastern Aegean Sea. In order to trace the settlement patterns on the individual islands, the relevant natural conditions were presented in the respective chapters:

Geomorphology, geology, climate, soil quality, and vegetation. This made it possible to identify the economic forms and reconstruct the prehistoric settlement pattern on each island using the settlement data available to date and the demographic data from historical times. This established the framework for understanding the development of the settlements under study (Chapters III.1., IV.1., V.1., VI.1.).

The comprehensive investigation of the settlements of Poliochni, Thermi, Emporio, and Heraion was conducted under the following aspects: organization of the settlement site, building, find, and functional analysis (Chapter II.4.).

Poliochni and Emporio were already settled in the NL/CH {Neolithic period (Black Period, 3700-3200 BC}, while Thermi {The settlement was dated from the Middle to Late Neolithic II,} and Heraion were only settled at the beginning of the FB. The architectural layers of Poliochni comprise the largest section of the FB; Thermi was only settled in the first half of the 3rd millennium BC, while the entire FB was recorded in Emporio and Heraion. Poliochni Giallo was destroyed by earthquakes and abandoned, while Thermi was abandoned earlier than Poliochni during Phase V. Both sites were not repopulated until the MB (Table 1).

The presence of a political leadership was evident in all settlements from the earliest part of the MB. This was evident in the construction of communal structures such as enclosure or fortification walls, buildings with special functions, utility structures (irrigation and water disposal systems), and changes in building schemes.

All settlements were surrounded by a wall intended to protect against flooding (Poliochni, Heraion) and external threats. Poliochni was already fortified in the Azzurro Phase, Thermi only in Phases IIIA and IV, Emporio in Phase III, and Heraion in the period "earlier than Heraion I." The fortification character of these structures is demonstrated by the massive gate complexes (Poliochni, Thermi IVB-V, Heraion), as well as the outer walls and casemates that served as sentry posts (Thermi V). Intensive expansion and reconstruction work was carried out on the fortification walls of Poliochni Verde, Thermi IVB, and Emporio III, which were contemporary with Troia I-late and Liman Tepe FB II.1 During this period, these settlements had achieved extraordinary economic prosperity, making them competitors in the region. Similar fortification measures from the beginning of the 3rd millennium BC are evident in the settlements of Skala Sotiros and Limenaria on Thasos, Palamari on Skyros, Mikro Vouni on Samothrace, Yenibademli Höyük on Imbros, and Myrina on Lemnos.2 Already at the beginning of the FB Troia, Bakla Tepe, Kale Tepe, and Liman Tepe3 possessed powerful fortifications, which indicate the economic growth of settlements in the maritime zone of Asia Minor. Among them, Liman Tepe is particularly noteworthy: the fortification with enormous horseshoe-shaped bastions enclosed the so-called "lower city" and the harbor4.

The buildings with a special function are the earliest municipal building 14 (the "Bouleuterion") attested in the Aegean, which was used in all FB phases of Poliochnis, and the communal granary 28, which was in use in the Azzurro and Verde phases (Plan 4). Building 31, the [XIII...] Building 31, which was located west of the communal granary in Phase 13, can be ascribed a similar function (Chapter III.3.2.1.). A communal granary was also identified in Heraion I (Chapter VI.3.2.). The corridor-like building discovered in Liman Tepe (FB II) should also be interpreted as a communal building based on its location, building type, construction method, and its context.5

Buildings of political and economic importance are those that are distinguished by their location in the settlement plan, their construction method, and their duration of use across all phases, such as Building 317 at Poliochni Azzurro-Giallo, Insula VIII at Poliochni Giallo (Plan 10), Building A1-A2 at Thermi I-IIIB, Building Æ at Thremi V, and the "Cyclopean Building" at Heraion III (Plans 13, 32, 51).

The Megaron IIA, built in the fortified citadel of Troia II, should also be assigned to this category (Plan 56b-c).

The supply structures include the wells examined at Thermi I, Poliochni Azzurro-Giallo, and Emporio V-I, around which stone-paved squares were built. Furthermore, at Poliochni Rosso and especially at Poliochni Giallo, the stone-lined and covered canals revealed an advanced sewage system, representing the earliest evidence of sewerage systems in the Aegean. 6 Similar installations were also discovered at Palamari on Skyros. 7

With regard to settlement planning and settlement patterns, Poliochni Azzurro-giallo demonstrates a building arrangement in unequal-sized insulae and represents the earliest example of the "linear building pattern" in the prehistoric Aegean (Chapter III.3.3., Plans 7, 9). In Thermi I-IIIB, the "radial" building principle is recognized (Plan 15), 8 which was replaced in Thermi IVA/IVB by the "orthogonal/rectangular" (Plan 27), 9 and in Thermi V by the "linear building pattern" (Plan 30). 10 Thermi IVA/B represents the earliest evidence of development in equal-sized islands in the Aegean. These two turning points in Thermi's architectural history have been linked and explained by the constant population growth, which was best accommodated by building schemes with expansion possibilities in all directions (Chapter IV.4.). An arrangement of freestanding buildings and blocks similar to the radial construction principle was documented at Heraion III-IV (Chapter VI.4., Plans 50, 52). Finally, the building scheme at Emporio shows a building arrangement in residential blocks, the exact form of which cannot be reconstructed at the current state of research (Chapter V.4., Plan 37). Radial building patterns are evident at Beåik Tepe, Troia I-IIf (Plan 56a-b), Bakla Tepe, and Asomatos on Rhodes, while a building pattern in unequally sized insulae can be observed at Troia IIg (Plan 56c), Liman Tepe, and Palamari.11

Data on burial customs in the settlements examined are limited to isolated intramural burials, including a few in vessels or pithoi12 and two graves located in the immediate vicinity of the settlement (Heraion IV, Emporio II).13 These are predominantly children's burials. Due to the lack of regular adult burials in the North Aegean, extramural burials are assumed. Extramural necropolises of the FB II are known so far from western and southern Asia Minor (Ilžpžnar-Hacilartepe, Yortan, Babaköy, Bakla Tepe, Harmanören, Demircihüyük-Saržket, Küçükhöyük, Kusura, Iasos, and Karataå-Semayük) and, more recently, from western Macedonia (Kitrini Limni) and Chalcidice (Ajios Mamas). Since intramural pithos burials have been documented in Troia Ib, Emporio II, and Heraion IV, and extramural necropolises are known from the neighboring coastal regions of Asia Minor and Macedonia, pithos necropolises should also be expected in the North Aegean settlements.14

The analysis of the types of finds presented at all settlements has shown that the economy of the island settlements was based on three areas: agriculture, crafts, and trade. Other documented economic activities included hunting, fishing, fur and wood processing, shipbuilding, weaving, and textile processing. Textile production was intensively practiced in all households at Poliochni during all construction phases and also included the process of dyeing; its products represented trade items (Chapter III.3.2.3.). The manufacture of large storage vessels [XIV..] (Thermi I, Poliochni), bone, stone, and flint tools, as well as metallurgy represented further specialized activities. The following workshops were identified within the settlements15:

Workshop for the production of bone tools: Poliochni azzurro, Insula I-II (Plan 4).

Workshops for the production of stone tools: Shaft-hole axes were produced in Insulae XVII–XVIII and grooved mallets in rooms 1111–1112 of Poliochni Verde (Plan 6). Shaft-hole axes and flint artifacts were produced in room 816c of Poliochni Rosso.

Workshops for the production of stone tools: Shaft-hole axes were produced in Insulae XVII-XVIII, and grooved mallets in Rooms 1111-1112 of Poliochni Verde (Plan 6). Shaft-hole axes and flint artifacts were produced in Room 816c of Poliochni Rosso (Plan 8). The production of flint tools was also confirmed northwest of Insula VI of Poliochni Giallo (Plan 10) and in Emporio II (Plan 42).

Metal workshop: In Poliochni Azzurro in Insula I-II and southeast of Section 12 of the fortification wall, in Room 1119 of the Verde phase, and in Rooms 424, 502-504, 609, and Building IA of the Giallo phase (Plans 4, 6, 8, 10). Finally, metallurgical work was carried out in buildings 605 and 832, from Poliochni Azzurro to Giallo. In Thermi I-IVB, a "metal craftsmen's quarter" was identified in Area E (Plans 14, 23, 26), which, together with the examples from Poliochni (Buildings 605 and 832, Plans 6, 8, 10), provides evidence of the hereditary transmission of "profession," land, and status.16 Metal production was also documented in Thermi II in Area Ã1, in Thermi IIA in K, in Thermi IVA in P4, in Areas Z and Ð of Thermi V, and not least in House VII of Emporio IV.17 This shows that, at least in Poliochni, metal production was carried out by several craftsmen and did not represent a monopoly. In Poliochni Giallo, further specialization in the manufacture of decorative pins and tools was identified.

Local production of metal artifacts, documented since the beginning of the 3rd millennium BC,18 is documented on the northeastern Aegean islands by the equipment required for crushing (stone hammers) and melting (clay nozzles, crucibles, and spoons) the metal, as well as for forming tools (casting molds), and by the melted products (slag), discovered at Poliochni Azzurro, Thermi I, and Emporio V.19 Further evidence for this is provided by corresponding finds from the contemporaneous island settlements at Yenibademli Höyük and Myrina.20 The metal artifacts and the equipment required for their production from Troia I, Beåik Tepe, Bakla Tepe, and Liman Tepe21 further point to a similar and parallel growth of metallurgy on the western coast of Asia Minor during the FB I. Based on the chemical analyses of metal tools, a steady increase in the use of tin bronzes, from Poliochni azzurro to giallo and Thermi I-V, can be observed in metal production.

22 A closer examination of the results of the chemical analyses of the artifacts examined23 further reveals that tin alloys were preferred in the manufacture of tools and weapons, while copper and arsenic alloys were used for jewelry.

Regarding the development of tin-bronze metallurgy in the North Aegean during the FB II and the outstanding contribution of Poliochni to bronze metallurgy in the rest of the Aegean,24 it must be emphasized, based on the lead isotope analyses of the bronze finds from Poliochni, Thermis, and Troy, that the lead they contain comes from geologically much older sources than the known deposits in the Aegean and Asia Minor that were exploited during the Troy II period.25 These sources are said to be located in Central Asia, as evidenced by recent studies in Tajikistan (Muzhiston) and Uzbekistan (Karnab). 26 The facts presented lead to a revision of the previously postulated thesis of a local development of tin-bronze metallurgy in the North Aegean, as well as the controversial discussions [XV..] about the origin of the tin used in the FB Aegean. 27 The search for new metal sources and a resulting expansion of the North Aegean trade network to the east can be discerned. In this regard, the role of the previously known powerful port cities of Troy and Liman Tepe in Western Asia Minor as important stations and links in the trade network between Anatolia and the Aegean should be emphasized.

The acquisition and use of finished tin-bronze alloys for the production of durable tools on the island, however, does not call into question the technological knowledge of the metalworkers of Thermi and Poliochni. It appears that these same island craftsmen exported such alloys as part of trade relations to the Central and South Aegean. Evidence for this is provided by the comparative study of chemical, trace element, and lead isotope analysis data from artifacts from Troia, Poliochni Giallo, and Kastri on Syros, which demonstrate a chemical and isotopic relationship.29 This is additional evidence of the intensive trade relations between the North Aegean and Western Anatolia with the Cyclades and the South Aegean, which, during the so-called Lefkandi I-Kastri phase (Table 1), included new drinking and eating customs in addition to the supply of new metal alloys.30 However, contacts between these regions began as early as the beginning of the 3rd millennium BC and were intended to acquire raw materials, particularly metals such as copper, arsenic, silver, and lead, from northwestern Anatolia (Troas), Chalcidice, Thasos, and the Cyclades (Kythnos, Siphnos).31

The metalworkers of Thermi, Poliochni, Emporio, and Heraion had themselves taken care of the acquisition of valuable metals and tin alloys and therefore also partially assumed responsibility for trade relations. This was the conclusion reached by the analysis of finds and functions undertaken for the settlements mentioned. Seals and most of the representative and prestige objects were found precisely in the settlement areas where metallurgical activities had been documented, primarily metal jewelry (bronze pins, lead and tin bracelets), bones, daggers, marble idols and bowls from the Cyclades, and imported ceramics.32 This means that the metalworker families, some of whom also engaged in trade, enjoyed particular wealth and a status distinct from that of other residents. In addition to the political power mentioned above, a further differentiation in North Aegean societies can be identified: that of the wealthy families of metalworkers and traders.

The prosperity achieved by Poliochni and Thermi in particular around the middle of the 3rd millennium BC

allowed the hoarding of bronze implements. This is demonstrated by the lead and tin bracelets from Thermi IVA, as well as the hoards from the "Potter's Pool" of Thermi IVB and Room 829 of Poliochni Rosso.33 These hoards, as well as the treasures from Troy,34 reveal a frequent occurrence of tin bronzes, which demonstrates the appreciation of tin, which stems not only from the functional importance of this raw material, but also from the knowledge of its origins from distant regions.

Poliochni appears to have occupied a special position in the economic structure of the North Aegean. From the beginning of the Roman Empire, the strongly developed primary economic factor here was able to maintain intensive trade relations with northwest Asia Minor, the Aegean islands, and the Greek mainland. These relations were prepared in the verde phase, developed further in the rosso phase, and reached their peak in the giallo phase (bronzes, ceramics). These relations were primarily concerned with the export of local products (e.g., textiles) and the acquisition of raw materials such as obsidian, metals and dyes such as malachite, azurite, and luxury objects. In its final settlement phase, Poliochni appears to have assumed the leading role in trade between northwest Asia Minor and Lemnos on the one hand, and between the northern and southern Aegean on the other. It is not an exaggeration to assume that, due to its geographical location, Poliochni was a stronger trading power than Troy, which derived its local importance in the Troad primarily from the surrounding countryside. In this powerful island society of Poliochni, a social differentiation could be identified, comprising a political leadership, a wealthy elite of metal craftsmen and merchants (“gold hoard” from Room 643), and many equally wealthy artisan families (Chapter III.3.5.4.). [XVI…
Troy, on the other hand, appears to have exploited the rich hinterland with its deposits of flint, copper, precious metals, and semiprecious stones, as the proven diversity of raw materials and find types in the Troy II layers shows. Continental trade routes from eastern and southern Asia Minor led to Troy and the west coast of Asia Minor, bringing not only raw materials but also new technologies (potter's wheel in Troy IIb), measuring systems (hematite weights), ideas (vessel shapes), and artisans (goldsmiths). However, the acquisition of goods and ideas did not provide a significant impetus for local material culture, as can be seen both in the architecture and construction technology (Chapter III.3.5.3.2., Plan 56) and in the conservatism of ceramic technology. In contrast, Poliochni demonstrates flexibility in the adoption and progressive adaptation of cultural traits from the Aegean and Asia Minor, which can be traced both in the architecture and in many find types (e.g., high-quality ceramics). It can therefore be described as an important maritime trading post with an almost urban character (Chapter III.3.5.4.).

The organization of the settlements examined exhibits all the characteristics of an early urban center. The distribution of wealth testifies to societies with highly developed political, economic, and social structures that transcended the village level and transformed into competitive settlements in the North Aegean. The abandonment of the settlement of Thermi V is evidence of this competition. The existence of a political power and the prosperity that Thermi had achieved in Phase V increasingly posed a threat to the settlement, threatening from both land and sea. The growing threat to Thermi from equally wealthy or stronger communities developing on the islands (e.g., Poliochni) or on the mainland of Asia Minor (Troy, Bakla Tepe, Liman Tepe) led to the relocation of the relatively large population of Thermi V to the island's interior. The comparative study of the island settlements of Poliochni, Thermi, Emporio, and Heraion, as well as Troy, and the more limitedly researched settlements such as Kumtepe, Beåik-Yassž-Tepe, Larisa on the Hermos, Bayraklž/Smyrna, Bakla Tepe, Kale Tepe, Liman Tepe/Klazomenai on the west coast of Asia Minor, Protesilaos on the Kallipolis Peninsula, Myrina and Koukonisi on Lemnos, Methymna and Kourtir on Lesbos, Yenibademli Höyük on Imbros, the Tenedos necropolis on Tenedos, Mikro Vouni on Samothrace, Skala Sotiros and Limenaria on Thasos, Palamari on Skyros, and Asomatos on Rhodes

(Chapter I.2.) has revealed common cultural elements in the 3rd millennium BC that can be traced across a broad geographical area. This area extends beyond the Troad and the islands of Lemnos, Lesbos, Chios, and Samos, located near the coast of Asia Minor, and extends further north (Thasos, Samothrace, Imbros, Tenedos), west (Skyros), and south (Izmir region, Rhodes, Iasos) (Maps 1 and 2). Common cultural elements are evident in settlement patterns, settlement planning and building forms, the existence of fortifications and communal buildings, burial customs, economic factors—primarily metallurgy and trade—and social structures.

Already at the beginning of the 3rd millennium BC, the area was inhabited by the Romans. On the islands, one (Mikro Vouni, Yenibademli Höyük) or several settlements (e.g., Skala Sotiros and Limenaria on Thasos, Myrina and Poliochni on Lemnos, Thermi and Kourtir on Lesbos) exist which, as far as excavated, exhibit a developed settlement plan, contain enclosure walls and communal buildings, and their finds provide evidence of local metalworking and trading activities (see above). According to current research, the settlement pattern of the FB I that can be reconstructed for the coastal zone of Asia Minor suggests settlements of equal size in the Troad (Beåik-Yassž-Tepe, Troia I early-middle) and several small settlements in the Izmir area35 (Map 1); among the latter, Bakla Tepe and Liman Tepe differ in their building planning and their fortification system36.

At the beginning of the FB II, increasing growth of the island settlements is observed, reflected in their architecture and economy (Table 1, Map 1). The population increase led to the expansion (Poliochni verde, Myrina) or even the replanning of the settlements (Thermi IVA-IVB).

The development of metal technology and intensive trade favored the economic development of those settlements whose importance in the region was determined by the expansion and/or strengthening of the fortifications (Polioch

The development of metal technology and intensive trade favored the economic development of those settlements, whose importance in the region is evident in the expansion and/or strengthening of fortifications (Poliochni Verde, Thermi IVA-IVB, Palamari I, Skala Sotiros A) as well as in sudden destruction (Emporio IV). Similar characteristics are also observed at Troia I-late, Liman Tepe, and Bakla Tepe. The latter settlements developed into fortified, densely built-up regional centers in the FB II, such as Troia in the Troad, Liman Tepe37 and Bakla Tepe near Izmir; however, some small fortified settlements, such as Kale Tepe, remained important as control points due to their high elevation38. These features indicate a cultural "koine" in the [XVII..] region. The imported finds discovered at all sites in the North and East Aegean39 – especially from the Cyclades – further indicate the important role this region played in the Aegean trade network around the middle of the 3rd millennium BC and its contribution to the emergence of an "international spirit"40 according to Renfrew.

In the advanced FB II, which includes Poliochni Rosso, Thermi V, Emporio III-II, Heraion I, early Troia II, and Liman Tepe (FB II) (Table 1), the climax of this cultural "koine" is reached, which is, however, characterized by an increase in economic competition between these settlements.

Further settlement expansions (Poliochni Rosso, Myrina), new settlement patterns (Troia II-early, Thermi V), strengthening of fortification walls with bastions (Liman Tepe, Palamari II, Skala Sotiros B) and protected gates (Poliochni Rosso, Thermi V, Heraion I), growth in tin-bronze metallurgy, increased imports, and the accumulation of prestige objects (Poliochni Rosso, Thermi IVB) reflect prosperity and the associated changes in social structures. At the same time, they explain, on the one hand, the growing number of coastal settlements on Lemnos, the most important island for maritime trade in the North Aegean (Map 6). On the other hand, they explain the abandonment of such a prosperous settlement as Thermi V, which could not survive the increasing competition in the region.

In the late FB II, which is contemporaneous with Poliochni giallo and Troia II (middle-late), other wealthy settlements such as Emporio I were unable to survive the competition. This may be explained by the excessive growth of the port city of Liman Tepe and the existence of other important settlements in the Izmir region (Bakla Tepe). These settlements, especially Liman Tepe, played an extremely important role in the trade network between the west coast of Asia Minor and Anatolia and the Aegean Sea, as confirmed by imports from the Cyclades and the Greek mainland (silver needle and Cycladic pan at Bakla Tepe, sauce boats at Liman Tepe).41 In contrast to Lesbos and Chios, which appear to have lost their former importance during this period,42 Lemnos with Poliochni giallo and Koukonisi, Thasos with Skala Sotiros B, Skyros with Palamari II/III, and Samos with Heraion III-IV (Map 1) demonstrate uninterrupted and probably increasing growth, rooted in intensive maritime trade. This is the so-called Lefkandi I-Kastri phase,43 which is characterized by the presence of imported metal alloys (see above Kastri on Syros) and West Anatolian ceramics (jugs with slanted or truncated mouths, one- or two-handled funnel-neck beakers, bell-shaped cups, Depata amphikypella, flat plates)44 in the Cyclades and on the east coast of the Greek mainland (e.g., Pevkakia,45). The presence of the aforementioned finds in Cycladic settlements46, and their fortifications47 built during this phase (Kastri on Syros, Kynthos on Delos, Panormos on Naxos)48, which have similarities with the North Aegean fortifications (e.g. in Palamari, Skala Sotiros), led to the assumption of a colonization of the Cyclades by a North Aegean population49. The number of the aforementioned ceramic forms within the previously known find contexts is, at least judging by the currently published material, quite small50; this indicates their use as prestige objects, whether imported or locally produced51. The distribution of the [XVIII..] Western Anatolian pottery in the Cyclades52 and the eastern Greek mainland, as well as the existing variations53 of the above-mentioned vessel shapes, also point to two areas of origin or influence: the northeastern Aegean and the southern Aegean, or southwestern Asia Minor. The northern route likely led from Poliochni via Skyros to Thessaly, Euboea, and the northern Cyclades, while the southern route led from the Izmir region or from Cilicia via Chios, Samos, Kos, and Rhodes to the southern Cyclades. Accordingly, the existing Western Anatolian elements in the Cyclades should be seen as "... the last flicker of the 'international spirit' of Stage FK II rather than an invasion of foreign population elements..."54

In the late FB, namely in FB III, important settlements in the investigated regions, such as Troia III-IV, Liman Tepe, Bakla Tepe (FB III), Koukonisi, Palamari III, and Heraion IV, continued their existence well into the MB, while others, such as Poliochni, were abandoned due to natural disasters. The example of Poliochni and Koukonisi illustrates the competition between two settlements on the same island, with only one surviving (Map 6). After the destruction of Poliochni giallo by strong earthquakes, the settlement was abandoned for a period that corresponds to the Troia III-IV layers in the North Aegean, and was only repopulated on an extremely limited scale in the Bruno phase (Table 1). In Koukonisi, however, both of these phases are represented by two construction phases and numerous intact finds that lie directly on buildings contemporary with Poliochni giallo. Currently, they represent the richest evidence of the late 3rd millennium. on Lemnos.55

Koukonisi shows that, despite the destruction of the prosperous settlement of Poliochni, Lemnos retained its economic importance in the North Aegean and continued to play an important role in trade relations between the North and South Aegean. The finds from Mikro Vouni on Samothrace, through the number of Minoan seals and seal impressions,56 further demonstrate that the North Aegean islands were extremely important at this time, as they lay on important trade routes connecting the Southeast Balkans, the Black Sea region, and northwestern Asia Minor with the South Aegean, including Crete (Chapter III.4).

The comparative study of old and new archaeological data from settlements on islands in the North and East Aegean and in western Asia Minor led to the identification of common cultural characteristics as well as to the description of their different manifestations during the individual phases of the long Early Bronze Age. The area in which the cultural elements mentioned above appear extends beyond the Troad and the islands of Lemnos, Lesbos, Chios, and Samos, and extends further north (Thasos, Samothrace, Imbros, Tenedos), west (Skyros), and south (Izmir region, Rhodes, Caria). Consequently, to describe this dynamic and unique component of the Aegean Early Bronze Age, the term "cultural area of ​​the North and East Aegean," which encompasses both the insular and maritime settlements of the mainland of Asia Minor, is preferred over the old term "Trojan culture."57 The recently proposed term "Maritime Troy culture" describes the "regional cultural epoch" from Troy I-III,58 which, according to new findings in Troy, is characterized by a continuity of cultural phenomena. An eastward expansion of the cultural sphere is also contradicted by recent ceramic studies, which emphasize the different character of vessel forms from the coastal region and from the continental west of Asia Minor [..XIX]

59. Finally, the old term "Trojan culture" can easily be retained to describe the settlement phases of Troy II, which, with its architecture and the numerous "treasures" of Troy IIg, undoubtedly represent a local sociopolitical phenomenon and which has no hinterland to the east in Anatolia60 (Chapter I.2.).

ΒΙΒΛΙΟΓΡΑΦΙΑ

https://www.researchgate.net/publication/329668056_Settlement_and_Society_in_Early_Bronze_Age_Heraion_Exploring_Stratigraphy_Architecture_and_Ceramic_Innovation_After_Mid-3rd_Millennium_BC

Kouka, O. and S. Menelaou. 2018. “Settlement and Society in Early Bronze Age Heraion: Exploring Stratigraphy, Architecture and Ceramic Innovation After Mid-3rd Millennium BC,” in Pottery Technologies and Sociocultural Connections Between the Aegean and Anatolia During the 3rd Millennium BC (OREA 10), ed. E. Alram-Stern and B. Horejs, pp. 119-144.

https://www.academia.edu/1143063/KOUKA_O_2002_Siedlungsorganisation_in_der_Nord_und_Ost%C3%A4g%C3%A4is_w%C3%A4hrend_der_Fr%C3%BChbronzezeit_3_Jt_v_Chr_Ph_Dissertation_Universit%C3%A4t_Heidelberg_1996_Internationale_Arch%C3%A4ologie_58_VML_Verlag_Marie_Leidorf_GmbH_Rahden_Westf
Kouka, O. 1996. Siedlungsorganisation in der Nord- und Ostägäis während der Frühbronzezeit (3. Jt. v.Chr.). Teil I - Text-Karten-Tabellen-Diagramme (Internationale Archäologie Band 58), Herausgegeben von Claus Dobiat und Klaus Leidorf.

Οικιστική οργάνωση στο Βόρειο και Ανατολικό Αιγαίο κατά την Πρώιμη Εποχή του Χαλκού (3η χιλιετία π.Χ.). Μέρος Ι - Κείμενο-Χάρτες-Πίνακες-Διαγράμματα (Διεθνής Αρχαιολογία Τόμος 58), Επιμέλεια Claus Dobiat και Klaus Leidorf.

Δευτέρα 3 Μαρτίου 2025

PINDAR & RIGVEDA


ΠΙΝΔΑΡΟΣ & RIGVEDA
ερανίσματα




Massetti  2024

1 Γενικότητες

Αυτό το έργο για τον Πυθιόνικο 12[1] του Πινδάρου θα πρέπει να θεωρηθεί τόσον ως γλωσσικό σχόλιο όσον και ως συγκριτική μελέτη. Ένα μικρό μέρος του υλικού που παρουσιάζεται στο βιβλίο καλύφθηκε αρχικά στο τελευταίο κεφάλαιο του διδακτορικού μου (Phraseologie und indogermanische Dichtersprache in der Sprache der griechischen Chorlyrik: Pindar und Bakchylides, που υποστηρίχθηκε την 22.07.2016 στο Πανεπιστήμιο της Κολωνίας). Ωστόσο, το κεφάλαιο δεν συμπεριελήφθη στην έκδοση της διδακτορικής μου διατριβής που δημοσιεύτηκε στο διαδίκτυο (Massetti 2019). Η επιμέλεια του βιβλίου κατέστη δυνατή χάρη στην εργασία μου για το έργο The Lords of the Rings: A Comparative Lens on Ring-Compositions of Greek Lyric Poetry (ακρωνύμιο loracola, project nr. msca_0000083), που πραγματοποιήθηκε στο Πανεπιστήμιο της Νάπολης «L’Orientale» (Δεκέμβριος 2022–Δεκέμβριος 2022, χρηματοδοτούμενο από το πρόγραμμα Generppru), (Ιταλικά pnrr) M4C2”.

Ο Πυθιόνικος 12 του Πινδάρου, που τιμά τον αυλητή Μίδα από τον Ακράγαντα, ξεχωρίζει ως το μοναδικό χορωδιακό λυρικό επινίκιο που έχουμε στην κατοχή μας που έχει συντεθεί για τον νικητή ενός μη αθλητικού διαγωνισμού. Με τα χρόνια, διάφορες πτυχές της ωδής έχουν αποτελέσει αντικείμενο ενδελεχούς μελέτης, συμπεριλαμβανομένου του μύθου της (π.χ. Dolin 1965, Köhnken 1971, Bernardini στο Gentili 20064), απόδοσης και μουσικής διάστασης (Phillips 2013 και 2016). Συχνά θεωρείται ως μια ωδή σχετικά απλής ερμηνείας (Radt 1974), η προσεκτική ανάλυση του κειμένου όμως αποκαλύπτει ότι το επινίκιο παρουσιάζει αρκετές προκλήσεις στους σύγχρονους αναγνώστες.

Οι βασικοί στόχοι του βιβλίου είναι:

(i) να παράσχει ενημερωμένη μετάφραση και γλωσσικό σχολιασμό του κειμένου,

(ii) να διερευνήσει τα κύρια ερμηνευτικά ζητήματα του επινικίου με την βοήθεια της ιστορικής γλωσσολογίας,

(iii) να παράσχει γνώσεις για τις θεματικές πτυχές της ωδής καθώς και για τη συνθετική τεχνική του Πίνδαρου, μέσω της αναγνωρίσεως μέσων (devices: ΣτΜ: Μια αφηγηματική συσκευή είναι μια τεχνική γραφής που μπορείτε να χρησιμοποιήσετε για να πείτε μια ιστορία. Οι αφηγηματικές συσκευές συνδυάζουν στοιχεία όπως τόνο, άποψη και ένταση για να δημιουργήσουν μια συνεπή αφήγηση που μπορεί να ακολουθήσει ο αναγνώστης σε όλη μια ιστορία.), τις οποίες ο Πίνδαρος μπορεί να είχε κληρονομήσει από προηγούμενες περιόδους της ποιητικής γλώσσας.

Η εργασία χωρίζεται σε δύο μέρη. Το Μέρος 1, «Pindar’s Pythian Twelve: Text and Linguistic Commentary», περιλαμβάνει μια σύντομη εισαγωγή, μια δομική ανάλυση του ποιήματος και μια σειρά παρατηρήσεων σχετικά με τη γλώσσα της ωδής, με ιδιαίτερη αναφορά στο διαλεκτικό της χρώμα. Στόχος της εισαγωγής είναι να δώσει μια «προσανατολιστική» επισκόπηση της ωδής ως προοίμιο τόσο για τον σχολιασμό όσο και για τη συγκριτική μυθολογική μελέτη. Στη συνέχεια παρουσιάζεται το κείμενο του Πίνδαρου με κριτικό σχολιασμό και την δική μου μετάφραση. Εκτός από την επικέντρωση στα κειμενικά και ερμηνευτικά ζητήματα του ποιήματος, ο σχολιασμός περιλαμβάνει ετυμολογικές σημειώσεις και παρατηρήσεις σχετικά με πιθανούς φρασεολογικούς παραλληλισμούς μεμονωμένων Πινδαρικών εκφράσεων, τόσο ex Pindaro ipso, δηλαδή από το σώμα του Πίνδαρου, όσο και ex Graeco ipso, δηλ. αντλημένο από άλλες ελληνικές λογοτεχνικές πηγές. Το Μέρος 1 ολοκληρώνεται με μιαν ανάλυση των αντηχήσεων & συντονισμών του Πυθιονίκου 12 στο Διονυσιακά του Νόννου Πανοπολίτη, τη μόνη λογοτεχνική πηγή που έχουμε στην κατοχή μας που διατηρεί οποιαδήποτε αναφορά στην ίδια μυθολογική παράδοση με αυτή που βρέθηκε στον Πυθιόνικο 12.

Το Μέρος 2, «A Melody with Multiple Heads: A Vedic Parallel to Pindar’s Pythian Twelve», είναι μια θεματική, δομική και φρασεολογική σύγκριση χαρακτηριστικών του Πυθιονίκου 12 με εκείνα ενός παλιού Ινδικού θρησκευτικού ύμνου, Rigveda (rv) 10.67. Το Μέρος 2 ξεκινά παρουσιάζοντας το παλιό Ινδικό κείμενο που αντιπαραβάλλεται με τον Πυθιόνικο 12. Ο βεδικός ύμνος, προερχόμενος από την έκδοση των van Nooten and Holland (1994), συνοδεύεται από την αγγλική μετάφραση των Jamison and Brereton (2014) και το δικό μου σχόλιο, που τονίζει τις πτυχές του rv 10.67 που είναι πιο σχετικές με την συγκριτική μελέτη. Η καθαρά αντιθετική ενότητα του βιβλίου εστιάζει σε πιθανά κοινά στοιχεία μεταξύ επεισοδίων από τον ελληνικό μύθο του Περσέα και των παλαιών Ινδικών μύθων της Vala και της Vr̥tra. Η υπόθεσή μου είναι ότι η μυθολογική αφήγηση του Πυθιονίκου 12 έχει συντεθεί επί κληρονομηθέντος θεματικού και φρασεολογικού υλικού, το οποίο ο Πίνδαρος υιοθετεί για να φτιάξει το δικό του έργο.

Επικεντρώνομαι σε αξιοσημείωτες δομικές και υφολογικές ομοιότητες μεταξύ των δύο συγκρίσεων μου καθώς και σε παρόμοιους συνθετικούς σκοπούς και κριτήρια ή «καταστάσεις των πραγμάτων», που αποτελούν τη βάση των Πινδαρικών και Ριγκβεδικών κειμένων. Η Rigveda είναι μια συλλογή από ιερά κείμενα γραμμένα στα βεδικά σανσκριτικά που περιλαμβάνει 1028 ύμνους αφιερωμένους κυρίως σε θεότητες που ήταν αντικείμενο βεδικών τελετουργιών.

Από τις πρώτες κιόλας ινδοευρωπαϊκές μελέτες, οι μελετητές αναγνώρισαν εντυπωσιακές αντιστοιχίες λέξη προς λέξη (ή ακόμα και φώνημα προς φώνημα) μεταξύ σύντομων συνταγμάτων[3] που πιστοποιούνται σε ελληνικά κείμενα της Αρχαϊκής και Κλασικής Εποχής και εκείνων που πιστοποιούνται στην βεδική ποίηση. Με την πάροδο των ετών, η αναγνώριση πολλαπλών ομοιοτήτων (αναλογιών, aequabilia) έχει αποδείξει την γονιμότητα / παραγωγικότητα μιας συγκρίσεως μεταξύ των βεδικών και της ελληνικής αρχαϊκής ποιήσεως, ακόμη και για μελέτες όσων γνωρίζουμε για την ελληνική φρασεολογία και τεχνική συνθέσεως στα ελληνικά, και την βεδική φρασεολογία και τεχνική συνθέσεως στα βεδικά. Πράγματι, η συγκριτική προσέγγιση ενισχύει την κατανόησή μας για την ιστορία πίσω από τη χρήση των συστατικών αρχαίων ποιητικών κειμένων, όπως συνδυασμοί λέξεων, μοτίβων και θεμάτων. Ένας συγκριτικός φακός σε αυτά τα μέσα υπογραμμίζει τον συντηρητικό χαρακτήρα των κληρονομημένων τεχνικών συνθέσεως, οι οποίες διέθεταν επαρκή ευελιξία για να εγγυηθούν τη σημασιολογική ακεραιότητα καθώς και την ιστορική συνέχεια των κληρονομημένων θεμάτων στον χρόνο και στο χώρο. Τελικά αυτό επέτρεψε στις ποιητικές εκφράσεις και τις δομές τους να επιβιώσουν μέσα σε ποικίλες συγγενείς παραδόσεις.

Υποστηρίζω ότι η συγκριτική εστίαση στο Πυθιόνικο 12 του Πινδάρου αποφέρει νέα αποτελέσματα. Η μελέτη που πραγματοποιήθηκε στο Μέρος 2 αυτού του βιβλίου ρίχνει φως σε μια ποικιλία πτυχών της γλώσσας και του ύφους του Πινδάρου, που ξεφεύγουν από κάθε απλή συγχρονική ανάλυση. Η μελέτη δείχνει ότι ορισμένα ποιητικά εργαλεία που χρησιμοποίησε ο Πίνδαρος, συγκεκριμένα: λεξιλογικές, σημασιολογικές και φρασεολογικές επαναλήψεις, που διαμορφώνουν «δακτυλίους» μέσα στο ωδές, ακριβώς παράλληλες με αυτές που συναντάμε στην παλαιά ινδική παράδοση τόσον σε δομικό όσον και σε σημασιολογικό επίπεδο. Η ποσότητα και η ποιότητα αυτών των αντιστοιχιών υποδηλώνουν ότι δεν πρέπει να θεωρούνται ως ανεξάρτητες εκδηλώσεις καθολικών, δηλαδή παράλληλων δημιουργημάτων της ανθρώπινης δημιουργικότητας. Αντίθετα, εξηγούνται καλύτερα ως κοινή ποιητική κληρονομιά. Αυτή η επίγνωση μας καλεί να αναλογιστούμε 
(i) το ύφος του Πινδάρου σε σχέση με τους Έλληνες λογοτεχνικούς προγόνους του (εξάμετρη ποίηση, άλλα μελικά ποιητές κ.λπ.), 
(ii) το ύφος του Πίνδαρου σε σχέση με τον Πίνδαρο, δηλαδή σε πρωτότυπες και μυθιστορηματικές πτυχές της ποίησεώς του, 
(iii) την προϊστορία της χορωδιακής λυρικής ως ποιητικό είδος, ένα πρόβλημα που η παρούσα μελέτη δεν επιχειρεί να συζητήσει εκτενώς. Τέλος, η προσοχή δόθηκε σε ανάλογα συστήματα εικόνων, που τεκμηριώνονται στον Πίνδαρο και στους Ριγβεδικούς ύμνους, μας επιτρέπει να ανακατασκευάσουμε κοινά συστήματα εννοιών, τα οποία τελικά στρέφονται στην ιδέα της δόξας και της ανταμοιβής που πρέπει να επιτευχθούν μέσα και μέσω ποίηση. Η συγκριτική φρασεολογική ανασυγκρότηση ανοίγει έτσι το δρόμο για την ανασυγκρότηση κοινών «καταστάσεων των πραγμάτων».


Massetti 2017

Pindar’s Pythian Ode 4.213–219 exhibits the reflexes of a domestic love-charm, the ἀγωγή (“a spell to lead [somebody] away”). The same applies for Aeschylus’s Prometheus Vinctus 647–682 (Io’s account of her metamorphosis). In both text passages, the love-charm is described by means of a set of images, namely, the ‘arrow (of desire)’, ‘burning (fire)’ and ‘whip/goad’. While the very same associations can be found in one Atharvavedic Hymn (3.25), some characteristics of the love-charm occur in a more blurred form in an Eddic mythical episode. In both the Old Norse and Greek text passages, the submission of the beloved, caused by the love-spell, is expressed by means of the Indo-European root *demh2- ‘to tame’. 

Η Πύθια Ωδή του Πινδάρου 4.213–219 παρουσιάζει τα αποτελέσματα ενός ξορκιού αγάπης, της ἀγωγής («ξόρκι για να απομακρύνεις [κάποιον]»):[4]

πότνια δ᾽ ὀξυτάτων βελέων
ποικίλαν ἴϋγγα τετράκναμον Οὐλυμπόθεν
215ἐν ἀλύτῳ ζεύξαισα κύκλῳ
μαινάδ᾽ ὄρνιν Κυπρογένεια φέρεν
πρῶτον ἀνθρώποισι, λιτάς τ᾽ ἐπαοιδὰς ἐκδιδάσκησεν σοφὸν Αἰσονίδαν:
ὄφρα Μηδείας τοκέων ἀφέλοιτ᾽ αἰδῶ, ποθεινὰ δ᾽ Ἑλλὰς αὐτὰν
[390] ἐν φρασὶ καιομέναν δονέοι μάστιγι Πειθοῦς.

αποδιδόμενο από τον Οικονομίδη ως εξής:[5]

Αλλά η αρχόντισσα των φτερωτών βελών
έδεσε την παρδαλή ίυγγα σε ακατέλυτο τροχό
215κι από τα τέσσερα άκρα της, η Κυπρογεννημένη,
κι από τον Όλυμπο στους ανθρώπους επρωτόφερε το μανικό πουλί· [αντ. ι]
έτσι δίδαξε τον Αισονίδη να γίνει επιδέξιος
στα παρακάλια και τα ξόρκια, ώστε να χάσει η Μήδεια
στον σεβασμό για τους γονιούς της
κι ο πόθος της για την Ελλάδα να ταράζει
τη φλογισμένη της καρδιά με το μαστίγιο της Πειθούς.

Το ίδιο ισχύει και για τον Προμηθέα Δεσμώτη 647–682 του Αισχύλου (διήγηση της Ιούς για την μεταμόρφωσή της από τον Δία σε αγελάδα). Και στα δύο αποσπάσματα του κειμένου, το ξόρκι περιγράφεται μέσω ενός συνόλου εικόνων, που περιλαμβάνουν το «βέλος (της επιθυμίας)», «φωτιά (φωτιά)» και «μαστίγιο/νουκέντρα». Ενώ οι ίδιοι συσχετισμοί μπορούν να βρεθούν σε έναν Αθαρβαβεδικό Ύμνο (3.25), ορισμένα χαρακτηριστικά του ξορκιού εμφανίζονται σε μια πιο θολή μορφή σε ένα μυθικό επεισόδιο του Εδικού. Τόσον στο παλιό σκανδιναβικό όσον και στο ελληνικό κείμενο, η υποταγή του αγαπημένου, που προκαλείται από το ξόρκι της αγάπης, εκφράζεται με την ινδοευρωπαϊκή ρίζα *demh2- «δαμάζω».

Η Μεταμόρφωση της Ιούς σε αγελάδα (Αbbe de Marolles 1655)


1. Αυτό το άρθρο υποστηρίζει την ύπαρξη ινδοευρωπαϊκού (IE) αναλόγου / παραλλήλου της ἀγωγής - ξορκιού που περιγράφεται στον Πίνδαρο P. 4.213–219. Αρχικώς, μερικά φρασεολογικά χαρακτηριστικά των Πινδαρικών στίχων θα συγκριθούν με εκείνα άλλων ελληνικών λογοτεχνικών και λοιπών πηγών (§ 2). Ιδιαίτερη προσοχή θα δοθεί στον Αισχύλειο Προμηθέα Δεσμώτη, Pr. 647–682, δεδομένου ότι μια πολύ παρόμοια κατάσταση πραγμάτων μπορεί να ευρεθεί στο απόσπασμα αυτό (§ 3). Επιπλέον, οι ελληνικές αποδείξεις για ένα μαγικό ξόρκι «που να οδηγεί μακριά, να απομακρύνει» θα συγκριθούν με άλλες ΙΕ παραδόσεις με τις οποίες παραλληλίζονται συστηματικά (Atharvaveda Śaunaka [AVŚ] 3.25, § 5), ή σε επιμέρους σημεία με συγκεκριμένη λεπτομέρεια (το Εδδικό - Eddic επεισόδιο του Skírnir και της κόρης του Gymnir, § 7).
Η εργασία στοχεύει έτσι να δείξει ότι τα χωρία του Πινδάρου και του Αισχύλου αντικατοπτρίζουν μιαν εγχώρια τελετουργική πράξη και μοιράζονται σημαντικές λεπτομέρειες με Βεδικά και παλιά νορβηγικά κείμενα. Στο τέλος, θα σημειωθεί ότι τέτοιου είδους αξιόλογες αναμετρήσεις ίσως ακόμη υπαινίσσονται την ύπαρξη ενός κοινού τελετουργικού προγόνου.
2. Στην τέταρτη Πυθική Ωδή του Πινδάρου, ο Ιάσων αποκτά την αγάπη της Μήδειας και κατά συνέπειαν, την βοήθειά της στην προσπάθεια του για το Χρυσόμαλλο Δέρας, χάρη στο ξόρκι αγάπης, βλ. Pind. P. 4.213–219:
Aphrodite with Adonis, who gazes, dazed, at Eros and his magic wheel [7]



πότνια δ᾽ ὀξυτάτων βελέων
ποικίλαν ἴϋγγα τετράκναμον Οὐλυμπόθεν
215ἐν ἀλύτῳ ζεύξαισα κύκλῳ
μαινάδ᾽ ὄρνιν Κυπρογένεια φέρεν
πρῶτον ἀνθρώποισι, λιτάς τ᾽ ἐπαοιδὰς ἐκδιδάσκησεν σοφὸν Αἰσονίδαν:
ὄφρα Μηδείας τοκέων ἀφέλοιτ᾽ αἰδῶ, ποθεινὰ δ᾽ Ἑλλὰς αὐτὰν
[390] ἐν φρασὶ καιομέναν δονέοι μάστιγι Πειθοῦς.
..
Όπως έδειξε ο Christopher Faraone (1993), η μαγική γοητεία που ενεργοποιεί - εκτελεί η Αφροδίτη είναι ένας τύπος ἀγωγής, «ένα ξόρκι για να οδηγήσεις (κάποιον) μακριά.”1 Πράγματι, η αναφορά του βέλους, του τροχού, της καύσεως (φωτιά) και του μαστιγίου μπορεί να ερμηνευθεί ως σιωπηρή αναφορά στην οικιακή τελετουργική πρακτική κατά την οποία το πτηνό 'στραβολαίμης' (ἴυγξ) ήταν δεμένο και βασανιζόμενο για να προβάλει την στενοχώρια του στο αγαπημένο πρόσωπο του ενεργούντος το ξόρκι.2
Παραλληλισμοί για μεμονωμένα χαρακτηριστικά του κειμένου μπορούν να βρεθούν στην ελληνική και λατινική λογοτεχνία καθώς και στους μαγικούς παπύρους, όπως θα δείξουν ορισμένα επιλεγμένα λογοτεχνικά αποσπάσματα:..

ΣΗΜΕΙΩΣΕΙΣ

[1]. ΠΥΘΙΟΝΙΚΟΙ, ΩΔΗ 12: ΜΙΔᾼ ΑΚΡΑΓΑΝΤΙΝῼ, ΑΥΛΗΤῌ <https://el.wikisource.org/wiki/%CE%A0%CF%85%CE%B8%CE%B9%CF%8C%CE%BD%CE%B9%CE%BA%CE%BF%CE%B9?fbclid=IwY2xjawIwy7pleHRuA2FlbQIxMAABHdVEiLNWMEOBEcauM94BhHEbqezbN7Sk_DX-QIbAG6IHfdeGv51ozSzRRg_aem_aLPCt7ni-CXbZmvL6vuNhQ#%CE%9C%CE%99%CE%94%E1%BE%BC_%CE%91%CE%9A%CE%A1%CE%91%CE%93%CE%91%CE%9D%CE%A4%CE%99%CE%9D%E1%BF%BC,_%CE%91%CE%A5%CE%9B%CE%97%CE%A4%E1%BF%8C>
[3] σύνταγμα: μια γλωσσική ενότητα που αποτελείται από ένα σύνολο γλωσσικών μορφών (φωνήματα, λέξεις ή φράσεις) που βρίσκονται σε διαδοχική σχέση μεταξύ τους.
[4]. Καραμήτσου 2022, σελ. 72, σημ. 197. Η ευγλωττία του Ιάσονα, επίσης, αναφέρεται από τον Πίνδαρο στον 4ο Πυθιόνικο, όπου ο ήρωας διδάσκεται από την Αφροδίτη τον τρόπο με τον οποίο θα μπορέσει να γοητεύσει τη Μήδεια (Πυθ.4.213-219).
[5] https://www.greek-language.gr/digitalResources/ancient_greek/library/browse.html?text_id=4&page=24
[7]. Gilded copper ring with Eros playing with a iunx/iynx (magical wheel on a string). The design on this ring shows Eros crouching to the left, holding the iunx, a magical love charm inteded to arouse desire. There is a simple, single ground line. Probably made by hammering. This is one of the earliest examples of mercury gilding. ------------------------------------------------------- Επιχρυσωμένο χάλκινο δαχτυλίδι με τον Έρωτα να παίζει με έναν ίυγγα [iunx/iynx] (μαγικός τροχός σε μια χορδή - ΓΙΟ-ΓΙΟ!). Ο σχεδιασμός σε αυτό το δαχτυλίδι δείχνει τον Έρωτα να σκύβει προς τα αριστερά, κρατώντας τον ίυγγα, μια μαγική γοητεία αγάπης με σκοπό να προκαλέσει την επιθυμία. Υπάρχει μια απλή, ενιαία γραμμή εδάφους. Μάλλον φτιάχτηκε με σφυρί. Αυτό είναι ένα από τα πρώτα παραδείγματα επιχρύσωσης υδραργύρου.

LSJ: ἴυγξ, ἴυγγος, ἡ, (ἰύζω, cf. Dam.Pr.213), wryneck, Iynx torquilla, Arist.HA504a12, PA695a23, Ael.NA6.19; used as a charm to recover unfaithful lovers, being bound to a revolving wheel, ἴ. τετράκναμος Pi.P.4.214, cf. AP5.204; ἕλκειν ἴυγγα ἐπί τινι X.Mem.3.11.18; ἴ. ἕλκε τὺ τῆνον ἐμὸν ποτὶ δῶμα Theoc.2.17: metaph., ἕλκομαι ἴυγγι ἦτορ as by the magic wheel, Pi.N.4.35; ὥσπερ ἀπὸ ἴυγγος τῷ κάλλει ἑλκόμενος Luc.Dom.13.
2. metaph., spell, charm, τῇ σῇ ληφθέντες ἴυγγι Ar.Lys.1110, cf. S.Fr.474 (prob. cj.), Lyc.310, D.L. 6.76, Plu.2.1093d (prob. cj. in 568a), Philostr.VA8.7 (pl.), Hld.8.5; passionate yearning for, ἀγαθῶν ἑτάρων A.Pers.989.
3. in pl., name of certain 'Chaldaic' divinities, Procl. in R.2.213K., in Cra.p.33 P., Dam.Pr.111, al.: in sg., ἡ πρώτη ἴ. ib.217, cf. 213.
4. = σῦριγξ μονοκάλαμος, EM480.1. [ῑ Ep. and Pi.; ῐ Att.]

ΥΠΟΓΡΑΜΜΙΖΕΤΑΙ ότι με την ίδια λέξη ονομάζεται και το πτηνό ΣΤΡΑΒΟΛΑΙΜΗΣ (Iunx torquilla) γιά τον οποίο ο Nagy έχει γράψει: Μεταξύ των μικρότερων πτηνών της Αφροδίτης, ένα ιδιαίτερα αγαπημένο της είναι 'ιυγξ - ο iunx ή «wryneck» (Iunx torquilla), όπως δείχνει ο Turner (2005), προσφέροντας πληθώρα παραδειγμάτων. Έτσι, θεωρώ σχετικό ότι η Lucilla Burn, στο πολύτιμο βιβλίο της για τον ζωγράφο Μειδία, πιστεύει ότι το πουλάκι με το οποίο παίζει η καλλονή Ευρυνόη στην εικόνα που ζωγράφισε αυτός ο ζωγράφος, όπως το δείχνω παραπάνω, είναι στην πραγματικότητα ένας ίυγξ - iunx (Burn 1987: 43 · ομοίως Detienne [1977] 1994: 85, Reitzammer 2016: 45). ..... ακολουθεί η σχολιαζόμενη λεπτομέρεια: Close-up from a painting by the Meidias Painter. Red-figure hydria. Florence, Museo Archeologico 81948. Line-drawing by Jill Robbins. Featured in this close-up is a lady named Eurynoe, who is playfully teasing a pet bird. ΠΗΓΗ: Nagy, "From the heavenly to the earthy and back, variations on a theme of love-on-wings in Song 1 of Sappho and elsewhere"

Θεοκρίτου, Ειδύλλια 2.17:
"Ἶυγξ, ἕλκε τὺ τῆνον ἐμὸν ποτὶ δῶμα τὸν ἄνδρα.", https://www.greek-language.gr/digitalResources/ancient_greek/library/browse.html?text_id=140&page=7&fbclid=IwY2xjawIyKl9leHRuA2FlbQIxMAABHcz1gNcNiRsi60AgYoRQxwHE4pDu2aJsrUt3hMbXwgES1iBL_ClIqHncUQ_aem_ckpdG8-9eFd0q3SubIZ_yA


Συμπερασματικά ο ίυγξ συνδέεται με τον Ήλιο, την Σελήνη, το ερπετό, την Αφροδίτη & τον Έρωτα, την Εκάτη κλ.π.

Aphrodite with Adonis, who gazes, dazed, at Eros and his magic wheel (now mostly lost). ..
Δεν υπάρχει διαθέσιμη περιγραφή για τη φωτογραφία.



ΒΙΒΛΙΟΓΡΑΦΙΑ

https://www.jstor.org/stable/3087640
Watkins, C. 2002. “Pindar's Rigveda,” Journal of the American Oriental Society 122 (2), pp. 432-435. 

https://www.academia.edu/37179304/Pindar_Paean_6_121_122_Measuring_Song_and_Sacrifice_in_Greek_Lyric_and_the_Rigveda
Fries, Α. 2019.  “Pindar, Paean 6.121-122. Measuring Song and Sacrifice in Greek Lyric and the Rigveda,”  QUCC 117, pp. 33-50.

https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/92499/9789004694132.pdf?sequence=1&isAllowed=y&fbclid=IwY2xjawIwx1xleHRuA2FlbQIxMAABHcNH6el5jUwzQsZkky-3Y7KhWKYRcipXxEO1B4pemoWFl7uXdyVMl5gq3w_aem_FA4RLj_HV7Fs0HKKs2St9w
Massetti, L.  2024. Pindar's Pythian Twelve: A Linguistic Commentary and a Comparative Study, Leiden / Boston.

https://curis.ku.dk/ws/portalfiles/portal/218583400/MSS_71_1_Massetti.pdf?fbclid=IwY2xjawIvfudleHRuA2FlbQIxMAABHdFfnaUfOq_7dNs4eUrOE6dRk8sHV94oEj9hgPW__KO5cBoLTKB7WZFXyg_aem_D4cBqmwXtVTsdjj1M_6rUg
Massetti, L. 2017. "Pindar and Aeschylus’s Atharvaveda," Muenchener Studien zur Sprachwissenschaft 71(1), pp. 31–50.

https://www.academia.edu/75637461/Emotion_Genre_and_Gender_in_the_Argonautica_of_Apollonius_Rhodius
Καραμήτσου, Δ. 2022. "Συναίσθημα, λογοτεχνικό είδος και έμφυλες ταυτότητες στα Αργοναυτικά του Απολλώνιου Ρόδιου" (διδ. ΑΠΘ).

Nagy, G. 2020. "From the heavenly to the earthy and back, variations on a theme of love-on-wings in Song 1 of Sappho and elsewhere," Classical Inquiries, <https://classical-inquiries.chs.harvard.edu/from-the-heavenly-to-the-earthy-and-back-variations-on-a-theme-of-love-on-wings-in-song-1-of-sappho-and-elsewhere/> (3 March 2025).

|https://www.academia.edu/2469561/%CE%88%CE%BD%CE%B1%CF%82_%CF%87%CE%AC%CE%BB%CE%BA%CE%B9%CE%BD%CE%BF%CF%82_%CF%84%CF%81%CE%BF%CF%87%CE%AF%CF%83%CE%BA%CE%BF%CF%82_%CE%B1%CF%80%CF%8C_%CF%84%CE%B7%CE%BD_%CE%94%CF%89%CE%B4%CF%8E%CE%BD%CE%B7_%CE%97_%CE%AF%CF%85%CE%B3%CE%BE_%CE%BF_%CE%BB%CE%AD%CE%B2%CE%B7%CF%82_%CE%BA%CE%B1%CE%B9_%CE%B7_%CE%BC%CE%BF%CF%85%CF%83%CE%B9%CE%BA%CE%AE_%CF%84%CF%89%CE%BD_%CE%B8%CE%B5%CF%8E%CE%BD_A_bronze_wheel_from_Dodona_The_iynx_the_cauldron_and_the_music_of_gods_in_Greek_with_English_abstract_
Χαρίσης, Χ. 2017. "Ένας χάλκινος τροχίσκος από την Δωδώνη. Η ίυγξ, ο λέβης και η μουσική των θεών / A bronze wheel from Dodona. The iynx, the cauldron and the music of gods," in Σπείρα. Επιστημονική συνάντηση προς τιμήν της Α. Ντούζουγλη και του Κ. Ζάχου, TAPA - Athens, σελ. 365-380.

https://www.academia.edu/31002271/_The_Wheel_the_Whip_and_Other_Implements_of_Torture_Erotic_Magic_in_Pindar_Pythian_4_213_19_Classical_Journal_88_1993_1_19
Faraone, Christopher A. 1993. “The Wheel, the Whip and Other Implements of Torture: Erotic Magic in Pindar Pythian 4.213–219.” The Classical Journal 89, pp. 1–19.

https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/62519/1/9780472903863.pdf
Park, Α. 2023. Reciprocity, Truth, and Gender in Pindar and Aeschylus, University of Michigan Press.

Σάββατο 15 Φεβρουαρίου 2025

Hellenistic Alexandrian idiom on Castelseprio frescoes

ΤΟ ΕΛΛΗΝΙΣΤΙΚΟ ΑΛΕΞΑΝΔΡΙΝΟ ΚΑΛΛΙΤΕΧΝΙΚΟ ΙΔΙΩΜΑ ΠΑΡΟΝ ΣΤΙΣ ΤΟΙΧΟΓΡΑΦΙΕΣ ΤΟΥ CASTELSEPRIO (πλησίον VARESE, MILAN)

ερανίσματα

Caskey, Cohen & Safran 2023

Castelseprio frescoes

Μια μικρή εκκλησία έξω από το Castelseprio περιέχει έναν κύκλο από εικόνες της Θεοτόκου (Μαριανές) που ανακαλύφθηκαν το 1944. Γνωστη ως Santa Maria foris Portas (Η Αγία Μαρία έξω από τις Πύλες), το σημερινό τρίκογχο ήταν αρχικά μονής αψίδος. Εκτός από την Ετοιμασία στην αψίδα του ιερού και τις σκηνές του Ευαγγελισμού, της Επισκέψεως, του Ταξίδι στη Βηθλεέμ, της Γεννήσεως, της Προσκυνήσεως των Μάγων και της Παρουσίας του Ιησού στο Ναό, μια σπάνια τοιχογραφία δείχνει τη Μαρία να υποβάλλεται σε δοκιμασία πίνοντας πικρό νερό στο Ναό. Αυτή η δοκιμασία , (βασισμένη στο βιβλικό βιβλίο των Αριθμών 10:11–31, είχε σκοπό να αποκαλύψει εάν μια γυναίκα ήταν άπιστη σύζυγος. Μια άλλη σκηνή δείχνει έναν ονειροπόλο Ιωσήφ, τον σύζυγο της Μαρίας, να καθησυχάζεται από έναν άγγελο ότι αυτό δεν συνέβαινε. Υπάρχουν στοιχεία από τη νότια Ιταλία και από το Κάιρο Γενίζα, που ανιχνεύει την πρακτική του ενήλικα με νερό. και σκόνη από το ιερό της Τορά μιας συναγωγής.
Οι μελετητές έχουν συζητήσει για δεκαετίες σχετικά με την ημερομηνία αυτών των βυζαντινής όψεως τοιχογραφιών, στις οποίες τα πρόσωπα δεν διαμορφώνονται από γραμμές αλλά από πινελιές χρώματος σε ένα πρασινωπό υπόβαθρο (έδαφος). Οι πιθανές χρονολογίες κυμαίνονται από τον έβδομο έως τον δέκατο αιώνα. Η χρονολόγηση έγινε σαφέστερη μετά τη χρονολόγηση με C 14 των ξύλινων δοκών και τις δοκιμές θερμοφωταύγειας των πήλινων πλακιδίων, οι οποίες μαζί έδειξαν ότι η εκκλησία χτίστηκε μεταξύ 778 και 952. Το ξύλο δειγματολήφθηκε εκ νέου το 2012 χρησιμοποιώντας νεότερες μεθόδους, συμπεριλαμβανομένης της δενδροχρονολογήσεως, η οποία έδωσε μια ημερομηνία μεταξύ 928 και 980. Χάραγμα στην Λατινική αναφέρει το όνομα ενός αρχιεπισκόπου στο Μιλάνο που κατείχε αυτό το αξίωμα από το 936 έως το 948. Η χρονολόγηση με άνθρακα των ευρημάτων στο γύρω νεκροταφείο παραπέμπει επίσης στον δέκατο αιώνα.
Στα μέσα του δέκατου αιώνα η βόρεια Ιταλία δεν ήταν μέρος του βυζαντινού βασιλείου, αλλά οι τοιχογραφίες του Castelseprio υποδηλώνουν ότι ένας πλανόδιος βυζαντινός καλλιτέχνης βρήκε δουλειά εκεί. Υπήρχαν σίγουρα δεσμοί μεταξύ του Βυζαντίου και της βόρειας Ιταλίας: γύρω στο 945, η Bertha, κόρη του τοπικού βασιλιά, παντρεύτηκε τον μελλοντικό βυζαντινό αυτοκράτορα Ρωμανό Β', ένα γεγονός που τιμάται σε ένα σωζόμενο ελεφαντόδοντο, ενώ και Βυζαντινοί αριστοκράτες παντρεύτηκαν με τους Οθωμανούς ηγεμόνες της περιοχής ξεκινώντας από το 972. Ωστόσο, επειδή αυτός ο ταλαντούχος βυζαντινός καλλιτέχνης δεν άφησε άλλα ίχνη στην περιοχή, ορισμένοι μελετητές χρονολογούν ακόμη τους πίνακες Castelseprio στον έβδομο ή όγδοο αιώνα, όταν το εκφραστικό ύφος των νωπογραφιών τους μαρτυρείται στη Ρώμη. 


Šimová 2021



p. 7-8: Morey, together with another art historian Dimitri Tselos argues that the Hellenistic Alexandrian tradition persisted to the Early Middle Ages. In terms of Castelseprio style, they compared it to the drawing style of the Utrecht Psalter from the early 9th century, which was, according to them, evidently made by a Greek hand.19 Tselos made a remark that the Weitzmann’s conclusions concerning the Castelseprio frescoes were weakened by his avoidance of the testimony of Christian works of the West, by his excessive partisanship for the Macedonian Renaissance. He blurs the chronological and stylistic issue by speaking of a 7th or 8th century date.20 

p. 14: . At the same time, he {John Mitchell} obviously puts emphasis on its features associated with the “Hellenistic” idiom which is developed for new audiences. He even makes some stylistic comparisons to the Menologion of Basil II and Utrecht Psalter, pivotal illumination of the Carolingian period. He continues that the Santa Maria foris portas together with other churches as Santa Maria Antiqua in Rome, according to Panazza confirm the existence of this koine, common language, or lingua franca, which has generally been understood in terms of Byzantine art and the West.47 

p. 32: Being the first one to write about the style of the frescoes in the 1948 monograph, Capitani D’Arzago came with the hypothesis that the artists behind their creation fled to north Italy from Palestine as a result of the Arab war.84He proposed that the original Hellenistic centers of Syria and Egypt, particularly Antioch and Alexandria, were the only places where the pure form of Hellenism survived. According to him, this preserved tradition of classical style can be seen in the overall atmosphere of the Castelseprio frescoes, in the painted draperies, columns, and even nature. For the foundation of his connection between Castelseprio and Egyptian art, he used mosaics from the apse of the S. Catherine monastery on Mount Sinai, specifically the archangels holding the sceptres on the triumphal arch as an analogy to the ones in Castelseprio arch, in which I personally, don't see resemblance beside the use of the same iconography.85 

p. 33-34: In the year 1900, the early 6th century church of Santa Maria Antiqua on the slope of the Palatine Hill was rediscovered. Its prolific fresco programmes were carried out between the 6th and 9th centuries. 86 For the purposes of this chapter and my assumption, the 7th century murals serve as an important analogy for the ones in Castelseprio. Their fluid input of secular classical style for the Christian structure of such importance makes them so important not only in this but also for the entire 7th century artistic production. Many of its paintings made for entirely religious purposes are made in a strong Hellenistic current, specifically the bold style reminiscent of the Pompeian frescoes. 87 In the central nave, there is the scene depicting the Maccabees, depicting the martyr story of a woman and her seven sons from Old Testament. 88They were commonly venerated by Christians as martyrs during the early Middle Ages. The fresco is dated approximately around the year 650. It was made with quick strokes of paint in a very naturalistic way typical for Hellenistic art. 

p. 35-36: In addition to that, a strong sense of reusing the elements of Hellenistic tradition is also noticeable on the triumphal arch of the church. It is adorned with the scene of Adoration of the Crucified, probably painted on the commission of Pope John VII (705- 707). In the middle zone of this immense mural, there is the group of bowing angels.89 They are covered in the flowy masses of the garments, which remind me of the lightweight textiles of the draperies on multiple figures in Castelseprio. However, amongst many fragmentary murals on the walls of Santa Maria Antiqua, there is another one resembling the Santa Maria foris portas style even more, in its elongated, flowy materia created only with few confident brushstrokes. The Anastasis, or the Harrowing of Hell scene located in the passage towards the imperial ramp in the left aisle and right wall of the church.90

p. 36-37: As André Grabar wrote already in 1936, the earliest known instances of this arch-Byzantine scene present in the West can be found in the art produced during the reign of Pope John VII.91 The theory that Eastern artists were present in Rome during the time of iconoclasm in the Byzantine Empire
and participated in the decorating of the Santa Maria Antiqua space is widely accepted.92 Not only their style, but also typically Byzantine technique used for fresco painting is distinguishable there.93 In conclusion, all the traces mentioned above lead us to the capital of Byzantine Empire, Constantinople, where the Hellenistic tradition must have been alive for centuries.94 Figures of angels or Anastasis’ Christ, boldly sketched, imply a living tradition, not just a poor attempt to imitate models from the long-lost past. More importantly, all those aspects can be analogous to the stylistic choices made in Santa Maria foris portas.

pp. 39-
I am convinced that in order to comprehend the complexities of our fresco cycle’s style which combined two at that time major artistic traditions in a challenging way, we must not stop here and look beyond Weitzmann’s and Mitchell’s understanding of styles, their function, and places where they originated. Ernst Kitzinger’s book “Byzantine Art in the Making” provides a muchneeded foundation for us to understand the Hellenistic art repeatedly used and altered throughout the early Middle Ages.105 He traced the Hellenistic tradition back to its origins before providing a comprehensive overview of its reappearances in the Western and Eastern Roman Empires. Looking back to the 7th century, he proposes that the craftsmen of the iconic silverware such as one of the Silenus Plate may have gone back to much earlier work of the kind represented by the Mildenhall plates and tried to imitate it. A dish depicting a pastoral scene with a shepherd, now in the Hermitage Museum, and a fragment of plate at Dumbarton Oaks, both dated to the Justinian period, are older examples of this scenario. A similar process may have occurred during the first half of Byzantine Emperor Heraclius’ reign (610-641), as evidenced by silver plates depicting David and Goliath from Cyprus. The subject matter of these 7th century plates is religious, but they are functionally secular. When examining them, their carefully modelled limbs and draperies capture an afterglow of Hellenistic brilliance and finesse. They must have belonged to higher officials who had close connections with the court in Constantinople.106
Return to the ancient models was also present in the literature, within the works of the court poet of Heraclius, George the Pisidian.107 This adds to the usual convention that the upstart rulers’ tastes frequently gravitate in this direction, as Byzantine emperor Theodosius II (408–450 A.D.) also had implemented elements of Hellenism to convey the imperial ideas in his Gold Solidus.108 Those revivals were frequently modelled after one another and are so explicit in their design that their executions must have been deliberate and purposeful. Counterpart to the mythological silver reliefs and another example of secular art from Byzantine metropole, that should be mentioned in this context, is the floor mosaic from Imperial palace in Constantinople, made during the reign of Justinian (7th century or even 700 A.D.) It is, however, too isolated to clarify its exact position, which again, proves the ever-present flow of Hellenistic tradition during early Middle Ages.109




Kitzinger 1977, pp. 118-119.

Ο αρχάγγελος Γαβριήλ σε τοιχογραφία από την εκκλησία της Σάντα Μαρία Αντίκα στη Ρώμη (Ιταλία). Πολλοί εικονολάτρες, για ν’ αποφύγουν τις διώξεις πήγαν στην Ιταλική χερσόνησο. Εκεί σώθηκαν έργα που δείχνουν ότι η καλλιτεχνική παράδοση συνεχίστηκε. 7ος -- 8ος αιώνας


EXCERPT FROP PAGES 118-119 .. chubby Child, dressed in a rich golden robe and shown comfortably seated on his mother's lap with his legs strongly foreshortened, is an outstanding piece of painting. The head of the Virgin in its fleshy fullness has some similarities with that of St Barbara in S. Maria Antigua (figs. 211, 214). Admittedly, the tatter is a cruder piece of work, but the affinity does suggest that the Sinai icon is of much the same date. Some scholars, it is true, have attributed it to the sixth century but no concrete evidence has been produced to support so early a date.[15] Finally, in the two saints and more especially in the marvellous figure of the bearded St Theodore on the left (fig. 215), matter is entirely subordinated to spirit. The slim, ascetic face glows as if consumed by an inner fire. With his huge dark eyes firmly fixed upon us, the saint exerts an almost hypnotic power. His tall, thin body sheathed in a mantle that has the quality of glass but suggests little of the anatomy, also seems drained of substance. It neither requires nor crates space around itself. I know of no such figure in sixth-century art. Disembodied and columnar, the two saints recall figures such as those in the ex voto mosaics on the piers of the Church of St Demetrius in Thessaloniki (figs. 189, 190), a comparison which reinforces my contention that the Sinai icon is, indeed, a work of the first half of the seventh century.
We thus aid up comparing figures from a painting clearly rooted in Hellenistic impressionism with figures from a monument previously cited among the exponents of abstraction during this period. It is the phenomenon of the 'modes' which explains the apparent paradox. The Sinai icon provides an out-standing example of an artist modulating his style within one and the same context to suit different subjects, to set off from one another different orders of being and to express different functions. His angels are airy and weightless. His Virgin, and especially the Child, are incarnate in the literal sense of that word. In his depiction of saints - these hallowed persons who are the faithful's conduits to the Deity - he has employed many of the devices of the abstract style.
It was the emphasis on she incarnate body which in the long run was to prevail. In the murals of S.Maria Antigua, where in the first half of the seventh century Hellenistic impressionism had appeared in such purity and strength, we can observe that style's continued hold on religious painting during the latter half of she century and beyond; and we can see that increasingly its practitioners put emphasis on volume and fleshly reality as the painters of the St Anne and St Barbara panels had done earlier. For reasons unknown, the Annunciation scene in the nave (fig. 208) was covered over after about two generations with another fresco of the same subject, a painting quite similar in iamography but very different in style (fig. 209).[16] The impressionist technique, so boldly used in the earlier work, is still clearly in evidence, but it has become a means of modelling solid, massive forms. It is particularly interesting to find the figure of an angel made a vehicle of what might almost be taken for an artist's silent critique of a predecessor's work. This is one angelic figure which is anything but incorporeal. The modal convention for angels has had its character and meaning completely transformed by an overriding interest in monumentality and weighs.
I have already referred to the comprehensive redecoration of the chancel of S.Maria Antiqua, which took place in the years AD 705-7 under Pope John VII.[17] Probably it was then that the earlier Annunciation scene was replaced." In any case, the same taste for large, massive figures as in the later version is very much in evidence in John VIPs decoration. A series of well-preserved busts of apostles in medallions on the side walls of the chancel best exemplifies this (figs. 216, 217). Impressionist verve is not lost in these paintings, as witness the sharp, broken highlights juxtaposed with dark shadows on the mantle of Andrew or the equally bold rendering of the dishevelled hair that had long since become an established feature of that apostle's physiognomy. But the painterly detail is clearly contained and circumscribed by heavy lines that pro-vide a firm and ample structure for the entire head. Far from making for evanescence and transparency, the strong highlights, shadows and colour accents serve to bring out the solidity of each component part of that structure. Thus the figures become commanding bodily presences. Though comfortably placed in natural three-quarter views within their circular frames, they still have their huge, dark eyes firmly and squarely fixed on the beholder.
There is an affinity here with the art of the early Justinianic age. Nowhere in the intervening period had natural and organic forms been fused so completely with firm geometric construction; and nowhere had there been, as a result, figures of such authourity, weight and power. The head of St Peter, from the apse mosaic of the Church of SS. Cosma and Damiano - previously illustrated as an example of the great `Justinianic synthesis. in Rome itself (fig. 160) - makes a suggestive comparison with the head of St Andrew in S.Maria Antigua. In the nearly two centuries that separate these two works there had been much hieratic solemnity; there had also been a good deal of Hellenism, sometimes in exuberant forms. But there had not been any real fusion combining essential denim of both in a single unified conception.
Is is not likely that this fusion took place without actual inspiration from Justinianic art. I believed at one time that this was a local Roman phenomenon. But subsequently evidence began to accumulate which suggests that the work commissioned by John VII (who was the son of a high Byzantine official in Rome) reflects a development within the mainstream of Byzantine art. The ..

Ο παχουλός Χριστός παις, ενδεδυμένος με μια πλούσια χρυσή ρόμπα και απεικονίζεται αναπαυτικά καθισμένος στην αγκαλιά της μητέρας του με τα πόδια του έντονα υποδιαστασιολογημένα, είναι ένα εξαιρετικό έργο ζωγραφικής. Η κεφαλή της Παναγίας στη σαρκώδη πληρότητά της έχει κάποιες ομοιότητες με αυτήν της Αγίας Βαρβάρας στην S. Maria Antigua (εικ. 211, 214). Ομολογουμένως, το τελευταίο είναι ένα πιο χονδροκομμένο έργο, αλλά η συγγένεια υποδηλώνει ότι η εικόνα του Σινά είναι σχεδόν της ίδιας χρονολογίας. Ορισμένοι μελετητές, είναι αλήθεια, το έχουν αποδώσει στον έκτο αιώνα, αλλά δεν έχουν προσκομιστεί συγκεκριμένα στοιχεία που να υποστηρίζουν μια τόσο πρώιμη ημερομηνία.[15] Τέλος, στους δύο αγίους και ειδικότερα στη θαυμαστή μορφή του γενειοφόρου Αγίου Θεοδώρου στα αριστερά (εικ. 215), η ύλη υποτάσσεται εξ ολοκλήρου στο πνεύμα. Το λεπτό, ασκητικό πρόσωπο λάμπει σαν να το καταναλώνει μια εσωτερική φωτιά. Με τα τεράστια σκούρα μάτια του καρφωμένα πάνω μας, ο άγιος ασκεί μια σχεδόν υπνωτική δύναμη. Το ψηλό, λεπτό σώμα του, καλυμμένο με μανδύα που έχει την ποιότητα του γυαλιού, αλλά υποδηλώνει ελάχιστα την ανατομία, φαίνεται επίσης στραγγισμένο από ουσία. Ούτε απαιτεί ούτε προυποθέτει την ύπαρξη χώρου γύρω του. Δεν γνωρίζω καμία τέτοια μορφή στην τέχνη του έκτου αιώνα. Ασώματοι και κιονοειδείς, οι δύο άγιοι θυμίζουν μορφές όπως εκείνες στα ex voto ψηφιδωτά στους πυλώνες του ναού του Αγίου Δημητρίου στην Θεσσαλονίκη (εικ. 189, 190), σύγκριση που ενισχύει τον ισχυρισμό μου ότι η εικόνα του Σινά είναι, όντως, έργο του πρώτου μισού του έβδομου αιώνα. Βοηθάμε έτσι τη σύγκριση μορφών από έναν πίνακα που ξεκάθαρα έχει τις ρίζες του στον ΕΛΛΗΝΙΣΤΙΚΟ ιμπρεσιονισμό με αλλες από ένα μνημείο που αναφέρθηκε προηγουμένως μεταξύ των εκφραστών της αφαίρεσης κατά τη διάρκεια αυτής της περιόδου. Είναι το φαινόμενο των «τρόπων» που εξηγεί το φαινομενικό παράδοξο. Το εικονίδιο του Σινά παρέχει ένα εξαιρετικό παράδειγμα ενός καλλιτέχνη που διαμορφώνει το ύφος του μέσα σε ένα και το αυτό πλαίσιο για να ταιριάζει σε διαφορετικά θέματα, να ξεχωρίζει ο ένας από τον άλλο διαφορετικές τάξεις ύπαρξης και να εκφράζει διαφορετικές λειτουργίες. Οι άγγελοί του είναι ευάεροι και χωρίς βάρος. Η Παναγία Του, και ιδιαίτερα το Βρέφος, είναι ενσαρκωμένα με την κυριολεκτική έννοια αυτής της λέξης. Στην απεικόνισή του των αγίων - αυτών των αγιασμένων προσώπων που είναι οι αγωγοί των πιστών προς τη Θεότητα - έχει χρησιμοποιήσει πολλές από τις συσκευές του αφηρημένου στυλ. Ήταν η έμφαση στο ενσαρκωμένο της σώμα που μακροπρόθεσμα έμελλε να επικρατήσει. Στις τοιχογραφίες της S.Maria Antigua, όπου στο πρώτο μισό του έβδομου αιώνα ο ελληνιστικός ιμπρεσιονισμός είχε εμφανιστεί με τόση αγνότητα και δύναμη, μπορούμε να παρατηρήσουμε τη συνεχιζόμενη επικράτηση αυτού του στυλ στη θρησκευτική ζωγραφική κατά το δεύτερο μισό του αιώνα της και μετά. και μπορούμε να δούμε ότι όλο και περισσότερο οι ασκούμενοί του έδιναν έμφαση στον όγκο και τη σαρκική πραγματικότητα όπως είχαν κάνει νωρίτερα οι ζωγράφοι των πάνελ της Αγίας Άννας και της Αγίας Βαρβάρας. Για άγνωστους λόγους, η σκηνή του Ευαγγελισμού στο σηκό (εικ. 208) καλύφθηκε μετά από δύο περίπου γενιές με μια άλλη τοιχογραφία με το ίδιο θέμα, έναν πίνακα αρκετά παρόμοιο στην ιαμογραφία αλλά πολύ διαφορετικό στο ύφος (εικ. 209).[16] Η ιμπρεσιονιστική τεχνική, που τόσο τολμηρά χρησιμοποιήθηκε στο προηγούμενο έργο, είναι ακόμα ξεκάθαρα αποδεδειγμένη, αλλά έχει γίνει ένα μέσο μοντελοποίησης συμπαγών, ογκωδών μορφών. Είναι ιδιαίτερα ενδιαφέρον να βρεις τη φιγούρα ενός αγγέλου που αποτελεί όχημα αυτού που θα μπορούσε σχεδόν να θεωρηθεί για τη σιωπηλή κριτική ενός καλλιτέχνη στο έργο ενός προκατόχου. Αυτή είναι μια αγγελική φιγούρα που κάθε άλλο παρά ασώματη είναι. Η τροπική σύμβαση για τους αγγέλους έχει μεταμορφωθεί πλήρως από τον χαρακτήρα και το νόημά της από το κυρίαρχο ενδιαφέρον για τη μνημειακότητα και τη βαρύτητα...

Έχω ήδη αναφερθεί στον εκτενή αναδόμηση του ναού της Santa Maria Antiqua, που έγινε κατά τα έτη 705-7 μ.Χ. επί Πάπα Ιωάννη Ζ'.[17] Πιθανώς ήταν τότε που αντικαταστάθηκε η προηγούμενη σκηνή του Ευαγγελισμού.[18] Σε κάθε περίπτωση, η ίδια γεύση για μεγάλες, τεράστιες φιγούρες όπως και στη μεταγενέστερη έκδοση είναι πολύ εμφανής στη διακόσμηση του Ιωάννου VIΙ. Μια σειρά από καλοδιατηρημένες προτομές αποστόλων στο τα μετάλλια στους πλευρικούς τοίχους του πρωινού το αποδεικνύουν καλύτερα αυτό (εικ. 216, 217) Η ιμπρεσιονιστική λάμψη δεν χάνεται σε αυτούς τους πίνακες, όπως μαρτυρούν οι αιχμηρές, σπασμένες ανταύγειες που αντιπαρατίθενται με σκούρες σκιές στο μανδύα του Ανδρέα ή η εξίσου τολμηρή απόδοση του τα ατημέλητα μαλλιά που είχαν γίνει εδώ και καιρό ένα καθιερωμένο χαρακτηριστικό της φυσιογνωμίας του αποστόλου. Αλλά η ζωγραφική λεπτομέρεια περιέχεται ξεκάθαρα και οριοθετείται από βαριές γραμμές που παρέχουν μια σταθερή και άφθονη δομή για ολόκληρο το κεφάλι. Οι έντονες ανταύγειες, οι σκιές και οι χρωματικοί τόνοι χρησιμεύουν για να αναδείξουν τη στιβαρότητα κάθε συστατικού μέρους αυτής της δομής. Έτσι οι φιγούρες γίνονται επιβλητικές σωματικές παρουσίες. σκούρα μάτια καρφωμένα σταθερά και ίσια στον θεατή.
Υπάρχει μια συγγένεια εδώ με την τέχνη της πρώιμης Ιουστινιανικής εποχής. Πουθενά στο διάστημα που μεσολάβησε, οι φυσικές και οι οργανικές μορφές δεν είχαν συγχωνευθεί τόσο πλήρως με σταθερή γεωμετρική κατασκευή. και δεν υπήρχε πουθενά,

ΣΗΜΕΙΩΣΕΙΣ

ΒΙΒΛΙΟΓΡΑΦΙΑ


https://is.muni.cz/th/ufv2u/castelseprio_frescoes.pdf?fbclid=IwY2xjawIc_JpleHRuA2FlbQIxMAABHV1rwlUDyxyS-ItV2ZTbqdSAbngCRVbvXCh49nTw1QHobcLyytvFoBDsqg_aem_ydgEi0QL-uq31tzISpA3rQ
Šimová, K. 2021. "The Fresco Cycle of Santa Maria foris portas" (Bachelor thes. Masaryk Univ.).

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Izzi, L. 2010. "Representing Rome. The influence of Rome on aspects of the public arts of early Anglo-Saxon England (c. 600-800)" (diss. Univ. of York).

https://www.researchgate.net/publication/366190115_Art_and_Architecture_of_the_Middle_Ages_Exploring_a_Connected_World
https://artofthemiddleages.com/s/main/item/3950
Caskey, J., A. S. Cohen, L. Safran. 2023. Art and Architecture of the Middle Ages: Exploring a Connected World, Cornell University Press.

Ο ΕΛΛΗΝΙΣΤΙΚΟΣ - ΑΛΕΞΑΝΔΡΙΝΟΣ ΙΜΠΡΕΣΣΙΟΝΙΣΜΟΣ ΣΤΗΝ St. Maria Antiqua ΤΗΣ ΡΩΜΗΣ..

ΤΟ ΕΛΛΗΝΙΣΤΙΚΟ ΑΛΕΞΑΝΔΡΙΝΟ ΚΑΛΛΙΤΕΧΝΙΚΟ ΙΔΙΩΜΑ ΠΑΡΟΝ ΣΤΙΣ ΤΟΙΧΟΓΡΑΦΙΕΣ ΤΟΥ CASTELSEPRIO (πλησίον VARESE, MILAN)

ΜΙΑ ΕΛΛΗΝΟ-ΙΤΑΛΙΚΗ ΣΧΟΛΗ ΖΩΓΡΑΦΩΝ ΜΙΚΡΟΓΡΑΦΙΑΣ & ΖΩΓΡΑΦΩΝ ΝΩΠΟΓΡΑΦΙΑΣ: Η ΣΧΕΣΗ ΤΗΣ ΜΕ ΤΑ ΚΥΡΙΑ ΧΕΙΡΟΓΡΑΦΑ ΤΗΣ ΡΕΜΣ & ΤΙΣ ΕΛΛΗΝΙΚΕΣ ΝΩΠΟΓΡΑΦΙΕΣ ΣΤΗΝ ΡΩΜΗ ΚΑΙ ΤΟ ΚΑΣΤΕΛΣΕΠΡΙΟ, Δημήτρης Τσέλος

https://www.academia.edu/28962537/The_influence_of_Ancient_Greek_art_on_Byzantine_Art
Léllé Demertzi. "The influence of Ancient Greek art on Byzantine Art"